Rot Weiss Ahlen
Schlussstrich unter Leidenszeit

Dienstag, 13.09.2011, 20:09 Uhr

Ahlen - An jenen Tag im Januar 2010, der seine junge Fußballer-Karriere abrupt für anderthalb Jahre unterbrechen sollte, hat Marvin Krampe immer noch schmerzhafte Erinnerungen. „Ich bin bei einem Zweikampf falsch aufgekommen, dann hat es höllisch weh getan, und ich konnte mein Bein nicht mehr richtig bewegen“, schildert der 21-jährige Kicker von Vorwärts Ahlen die Aktion, bei der er sich einen Kreuzbandriss sowie einen Knorpel- und Meniskusschaden zuzog. Am vergangenen Sonntag hat Marvin Krampe nun endgültig einen Schlussstrich unter die monatelange Leidenszeit gezogen. In seinem ersten Spiel von Anfang an nach der Zwangspause traf der Offensiv-Allrounder beim 7:0-Kantersieg in Vorhelm zum 4:0. „Ein richtig gutes Gefühl“, freut sich Krampe. „Da weiß man, wofür man alle Mühen auf sich genommen hat, um nach der Verletzung zurückzukommen.“

Dass dieser Weg so lange dauern würde, daran hätte der Ahlener im ersten Moment nicht im schlimmsten Albtraum gedacht. „Ich war vorher nie verletzt, und konnte das überhaupt nicht einschätzen“, blickt er zurück. Ein Besuch bei Physiotherapeut Daniel Holtz brachte die niederschmetternde Diagnose, die bei einer Arthroskopie bestätigt wurde und eine Operation unausweichlich machte. In diesem Moment war Krampe klar, dass er lange Zeit nicht mehr auf dem Fußballplatz stehen würde. Die Höchststrafe für den Vollblut-Kicker, der seit der F-Jugend bei Vorwärts Ahlen spielt.

Doch auch wenn ihm viele damals rieten, die Fußball-Schuhe direkt an den Nagel zu hängen: „Für mich war immer klar, dass ich wieder Fußball spielen wollte“, wischte Krampe jeden Gedanken ans frühen Karriereende kategorisch weg. „Allerdings habe ich mir viel Zeit gelassen, um mich nach der OP mit Physiotherapie, Krafttraining und lockerem Laufen aufs Comeback vorzubereiten, denn ich wollte nichts riskieren“, erzählt der Ahlener, der in Kürze ein Lehramtsstudium (Sport und Germanistik) aufnimmt. Umso größer war die Erleichterung, als er jetzt im Juli wieder ins Mannschaftstraining einstieg. „Es hat Spaß gemacht, endlich wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Das hat mir doch sehr gefehlt“, meint der 21-Jährige, der sich wieder so fit fühlt wie vor seiner Verletzung. Eines hat sich allerdings geändert. „Ich bin doch etwas vorsichtiger geworden und ziehe in manchen Situationen zurück, in den denen ich früher voll draufgegangen wäre“, verrät er. „Die Verletzung ist immer im Hinterkopf. Denn so etwas möchte ich nie wieder erleben.“

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