Sicherheitsfirma ist in Freiburg im Einsatz
Münsteraner schützt den Papst

Freitag, 23.09.2011, 20:09 Uhr

Münster - Sein Geschäft ist die Sicherheit. Die Sicherheit der anderen. Auf Messen, Ausstellungen und Popkonzerten kümmern sich Firmenchef Andreas Mikus und seine 25 Mitarbeiter darum, dass die Veranstaltung in sicheren und geordneten Bahnen abläuft. Darum geht es auch heute, wenn der 47-Jährige in Freiburg im Einsatz ist. Und dennoch ist alles anders. Denn heute ist Andreas Mikus für die Sicherheit des Papstes verantwortlich.

Die M&A-Service-Gesellschaft mit Sitz an der Wienburgstraße ist seit 30 Jahren im Geschäft. Das Team kennt sich aus, wenn es um die Bewachung und Organisation von Messen, für die es bundesweit gebucht wird, geht. Doch diesmal ist es keine Routine: „Das ist kein Auftrag wie jeder anderer“, sagt Andreas Mikus. „Ich bin schon ein bisschen nervös, ob alles ruhig und zur Zufriedenheit meiner Auftraggeber abläuft.“

Andreas Mikus hatte der Erzdiözese Freiburg im Sommer ins Blaue hinein eine Mail geschickt und seine Dienste angeboten. Wochenlang gab es keine Reaktion aus dem Breisgau. Vor drei Wochen dann der ersehnte Anruf. Mikus: „Wir wurden gefragt, ob wir den Sicherheitsdienst für den Papstbesuch in Freiburg verstärken können. Natürlich wollten wir.“

Andreas Mikus ist „stolz auf diesen Auftrag. Es ist zwar vom Volumen her nicht der größte, den wir bislang hatten, aber sicherlich der interessanteste“. Die münsterische Firma verfügt an ihrem Stammsitz über 25 Mitarbeiter. Für den Papst-Auftrag wurde das Personal um 50 Kräfte aufgestockt, zumeist Studenten. In Freiburg werden sie sich vor allem um die Sicherheit und die Einlasskontrolle auf dem Messegelände kümmern, wo am Samstag ein Festival für die jugendlichen Pilger stattfindet. Am Abend feiert dort Papst Benedikt XVI. eine Vigil. Auch für die Mitarbeiter von Andreas Mikus dürfte das ein besonderes Erlebnis werden: „Wann erlebt man den Papst schon mal live?“ Eine weitere Möglichkeit dazu hat das Team - wenn auch aus größerer Entfernung - am Sonntag, wenn der Papst auf dem benachbarten Flughafengelände seinen Abschlussgottesdienst hält.

Rund 30 000 Besucher werden heute auf dem 80 000 Quadratmeter großen Messegelände zum Jugendfestival erwartet. Für einen Sicherheitsmann eine Horrorvorstellung. Die Sicherheitsvorkehrungen sind riesig, sagt Mikus. Details nennt er nicht: „Aus Sicherheitsgründen.“

Auch er selbst und seine Mitarbeiter wurden sicherheitstechnisch überprüft. Natürlich. Alles andere als selbstverständlich waren die Schulungen. Und da ging es um Details der Liturgie, aber auch um Benimmregeln. Mikus: „Am Butterbrot zu knabbern während des Gottesdienstes - das geht einfach nicht.“

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