Hannah-Arendt-Gymnasium Lengerich
Jugendgewalt: Von der Macht, andere zu beherrschen

Sonntag, 09.10.2011, 00:10 Uhr

Jugendliche werden immer öfter mit Gewalt in Verbindung gebracht. Die Täter werden immer jünger und die Opfer immer mehr verletzt. Es wird schon lange nicht mehr aufgehört, wenn das Opfer am Boden liegt. Die Zahl der Gewalttätigen Jugendlichen steigt. Die Gewalt hat oft keinen Auslöser, es reicht schon, einfach zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Vielen der Täter macht die Gewalt Spaß oder sie fühlen sich stark gegenüber anderen. Warum ein junger Mensch gewalttätig wird, hat meist mehrere Auslöser. Man kann nicht sagen, alle sind nur aus einem Grund zur Gewalt bereit. Es sind individuelle Probleme. Einen häufigen Grund kann man dennoch nennen: Die gewalttätigen Jugendlichen fühlen sich mächtig, wenn ihr Opfer am Boden liegt. Sie demonstrieren ihre Stärke und ihr Durchsetzungsvermögen. Sie werden selbstbewusst. Es ist auch völlig egal, welches Geschlecht der Jugendliche hat. Auch immer mehr Mädchen sind zur Gewalt bereit. Sie wenden zwar nicht so oft körperliche Gewalt an, aber dafür psychische. Diese ist häufig genauso schlimm und deshalb nicht zu unterschätzen, denn sie kann lebenslange Folgen haben. Das ist aber nicht so, weil Jungs stärker sind als Mädchen. Denn Jungs prügeln sich meist auch mit Jungs. Der Grund könnte eher sein, dass Mädchen meist gewaltfrei erzogen werden. Sie greifen häufiger in Gruppen als allein an. Laut einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen hängen Schulschwänzen und Gewaltbereitschaft zusammen. Deswegen gibt es auch viele Hilfsprogramme wie zum Beispiel das Projekt “Progress“. Es soll die Jugendlichen vom Schulschwänzen abhalten. Mit individuellen Hilfsangeboten gingen in Modellstädten die Schulschwänzerraten von 2000 bis 2004 auf vier Prozent zurück. Außerdem verringerte sich die Anzahl der Ladendiebstähle. Im Anti-Gewalt-Training lernen die Jugendlichen den Umgang mit Konfliktsituationen. Die Täter üben den Umgang mit dummen Sprüchen. Sie müssen sich auch mit der Situation als Opfer auseinander setzen und fiktive Entschuldigungsbriefe schreiben. Einigen hilft das Training aber nicht, weil ihnen nach dem Training eine Bezugsperson fehlt. Auch für die Opfer gibt es ein Projekt. Das „Anti-Bullying-Programm“. Hierbei werden alle Beteiligten miteinbezogen. Die Konflikte sollen erkannt und gelöst werden. Dazu gehört aber auch eine verbesserte Aufsicht in Pausen, Gespräche zwischen den Eltern und Lehrern und eine Unterstützung für die Opfer. Das Programm soll für ein besseres Klima in Klassen und Schulen sorgen. Lisa Paul Klasse 9b Hannah-Arendt-Gymnasium Lengerich

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