NRWs längster Bahnradweg kostet sechs Millionen Euro
Freie Fahrt für RadBahn Münsterland

Freitag, 11.11.2011, 14:11 Uhr

Horstmar/Laer/Kreis Steinfurt /Kreis Coesfeld - Kurz und knackig sollte die Bezeichnung sein, dazu die Lage und die historische Bedeutung deutlich machen. „Die Begriffe Rad und Bahn lagen ja auf der Hand“, lächelte Richard Klumpp - also kreierte der begeisterte Radler aus Laer gleich zehn Vorschläge, von denen einer künftig dem 40 Kilometer langen Radweg auf der alten Bahntrasse zwischen Rheine und Coesfeld den Namen geben wird: RadBahn Münsterland !

Einfach, eingängig, gut vermarktbar. „Damit erfüllt die Bezeichnung alle Kriterien, die im Vorfeld für uns wichtig waren“, zeigte sich Ulrich Ahlke, Geschäftsführer der LAG Steinfurt, gestern bei der Präsentation in Horstmar sichtlich zufrieden mit dem prägnanten Namen.

Aus 450 Vorschlägen hatte die Jury, bestehend aus Vertretern aller acht Anrainerkommunen, auswählen müssen - „und die sind auch aus allen Orten entlang der Trasse gekommen“, freute sich Ahlke über die positive Resonanz in der Bevölkerung.

Die Begriffe „Rad“ und „Fietsen“ seien häufig genannt worden, dazu „Bahn“, „Trasse“ und „Münsterland“. Aus dem ersten Arbeitstitel Schlossallee habe sich nun die RadBahn Münsterland entwickelt.

Und das sei ohne Zweifel der längste und bedeutendste Bahnradweg in Nordrhein-Westfalen, stellte Ahlke fest. Ein Weg, der zwar sechs Millionen Euro koste, aber schon jetzt auf eine große Begeisterung stoße, betonte Landrat Thomas Kubendorff (Kreis Steinfurt): „Der gerade Weg mit seinen schönen Aussichten ist unheimlich beliebt.“ Der erste Bauabschnitt von Rheine nach St. Arnold, der 2009 eingeweiht wurde, sei schon auf große Resonanz gestoßen.

„Vor wenigen Wochen haben wir den zweiten Abschnitt bis Horstmar freigegeben“, so Kubendorff. „Das werden wir im Frühjahr groß feiern, da passt es von der Jahreszeit besser.“ Der dritte und letzte Teil, verdeutlichte Landrat Konrad Püning (Kreis Coesfeld), werde hoffentlich schon im August 2012 befahrbar sein: „Dann haben wir eine hochattraktive Strecke geschaffen.“

Acht Kommunen haben sich zusammengefunden, um das Projekt unter der Leitung des Kreises Steinfurt als Bauherr auf den Weg zu bringen - „das ist nicht nur für den Tourismus von großer Bedeutung, sondern auch für die Freizeitgestaltung der Bürger in unserer Region“, erklärte Bürgermeister Robert Wenking (Horstmar). Unter der Verwendung von Mitteln aus dem Leader-Programm gelte es nun, die Besonderheiten des Radweges hervorzuheben, ergänzte Anke Biehl (LAG Steinfurter Land): „Wir wollen entlang der Strecke die Bahngeschichte erlebbar machen.“ Wichtig sei aber auch, in den Orten die Anknüpfung an vorhandene Radwege zu schaffen.

Der Name steht, ein Logo mit Rad und Signal ebenfalls. Weit vorne in der Gunst der Jury lagen auch die Bezeichnungen „Trans-Westfalica“ von Martin Klümper aus Rheine und „Rad up Dampflok Pad“ von Andreas Klar aus Rosendahl. Letztlich bekam die „RadBahn Münsterland“ den Zuschlag. „Ich nutzte den Weg gerne und viel, auch auf dem Weg zur Arbeit nach Steinfurt“, erzählte Richard Klumpp, der aus sechs gleichen Einsendungen ausgelost wurde. „Da war es für mich eine Ehrensache, mich an der Namensfindung zu beteiligen.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/86647?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F35537%2F594850%2F594872%2F
Öffnungszeiten in Enschede bereiten deutschen Nachbarn Bauchschmerzen
Verkaufsoffene Sonntage sind in den Niederlanden nicht generell vorgesehen. Die Kommunen entscheiden darüber selbst., die Mitarbeiter der Geschäfts sind wiederum berechtigt, die Arbeit am Sonntag abzulehnen,
Nachrichten-Ticker