Glasfaser im Außenbereich
Im April soll es losgehen

Sendenhorst -

Im April soll es losgehen, dann hat das Warten auf schnelles Internet im Außenbereich auf dem Gebiet der Stadt Sendenhorst bald ein Ende. Dann beginnen die Arbeiten und die 590 Haushalte und 125 Gewerbebetriebe im Außenbereich können ans Glasfaser-Netz angeschlossen werden.

Sonntag, 28.02.2021, 16:44 Uhr aktualisiert: 28.02.2021, 16:50 Uhr
Im April sollen die Arbeiten für die Glasfaserkabelverlegung im Außenbereich auf Sendenhorster Gebiet beginnen.
Im April sollen die Arbeiten für die Glasfaserkabelverlegung im Außenbereich auf Sendenhorster Gebiet beginnen. Foto: dpa

Nicht mehr allzu lange, und für das Warten auf schnelles Internet im Außenbereich auf dem Gebiet der Stadt Sendenhorst ist ein Ende abzusehen – zumindest für bislang knapp die Hälfte der 590 Haushalte im Außenbereich. Im April, so Philipp Heimann aus dem Breitbandbüro beim Kreis Warendorf, werden in Sendenhorst die Bagger anrücken, um den Außenbereich mit Glasfaser zu versorgen. Dafür werden 164 Kilometer Tiefbauarbeiten vorgenommen und 445 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Bislang haben 48 Prozent der Haushalte einen Anschlussvertrag geschlossen.

Egal, ob Homeoffice oder Homeschooling: Ohne schnelles Internet läuft nichts. Das zeigt sich gerade in der Corona-Krise. Der Kreis Warendorf hat an den Förderprogrammen des Bundes und des Landes zum flächendeckenden Ausbau der Glasfaserinfrastruktur im Außenbereich des Nord- und Südkreises teilgenommen, entsprechende Förderanträge gestellt und bewilligt bekommen. Nun kann es also auch in Sendenhorst losgehen.

Im Herbst wurden alle Haushalte im Außenbereich angeschrieben und informiert, erklärt Philipp Heimann. Und nun besteht die Wahl zwischen drei Optionen. Da ist zum einen die Variante eines aktiven Abschlusses. Dann gibt es die Möglichkeit, einen Vertrag über einen passiven Anschluss abzuschließen. Das bedeutet, das Kabel wird – egal wie lang der Weg zum Grundstück ist – bis ins Haus gelegt, aber nicht genutzt – mit der Möglichkeit, aus dem passiven später einen aktiven Zugang zu machen. In beiden Fällen erfolgt die Verlegung im Rahmen des Förderprogramms kostenfrei. Aber in beiden Fällen muss ein Vertrag geschlossen werden. „Im zweiten Fall ein sogenannter Gestattungsvertrag, der erlaubt, dass wir das Kabel verlegen dürfen“, erläutert Heimann. Und zum dritten: Wer nun gar kein Glasfaserkabel möchte, bekommt das Kabel bis vor das Grundstück gelegt. Wenn allerdings in diesem Fall später das Grundstück angeschlossen werden soll, muss der Eigentümer die Kosten tragen.

Wer bislang noch keinen Vertrag abgeschlossen hat, ist aber noch nicht zu spät dran. Denn wie auch schon bei den Glasfaser-Projekten in den Städten gilt: Solange die Bauarbeiten irgendwo im Außenbereich der Kommune laufen, solange können Verträge abgeschlossen werden. Aber aufgepasst: „Man muss selbst aktiv werden und bei der Deutschen Glasfaser einen Anschluss beantragen. Dann ist man dabei“, erklärt Heimann.

24 Monate Bauzeit sind für den Bereich um Sendenhorst und Albersloh veranschlagt. Doch wer ohne Zeitverzögerung dabei sein möchte, sollte nicht warten, bis die sogenannte „Besenrunde“ eingeläutet wird. Denn wer sich dann beispielsweise in Rinkhöven entscheidet, während in der West II die Bagger rollen, der wird angeschlossen, muss sich aber hinten anstellen.

Weitere Informationen wird es bei einem zweiten Bauinfo-Abend geben, der in Kürze online angeboten wird. Dann können Interessierte noch einmal alle Fragen an die Fachleute loswerden.

„Es ist ein echtes Mammutprojekt, das zugegeben eine lange Vorbereitung benötigt hat“, erklärt Wirtschaftsförderin Annette Görlich, die hofft, dass die Quote derer, die sich beteiligen – und sollte es „nur“ ein passiver Anschluss sein –, hoch ist, damit im Kreis Warendorf auch im ländlichen Raum ein echter Standortvorteil zum Tragen kommt.

Ganz nebenbei, so berichtet Annette Görlich, ist es wohl auch dem jetzt kurz vor Baubeginn stehenden geförderten Projekt „Breitbandausbau im Außenbereich“ zu verdanken, dass auch die Sendenhorster Innenstadt noch eine zweite Chance bekommt, mit Glasfaser versorgt zu werden, wenn die Nachfrage besteht.

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