Leichtathletik: Westfälische Meisterschaft U18
Brand schlägt Jan Wiese um einen Zentimeter

Ahlen -

Selbst eine Nacht im Krankenhaus hat Jan Wiese nicht davon abgehalten, bei den westfälischen Meisterschaften der U18 zu starten. Fast hätte er dort auch noch gewonnen. Am Ende musste er sich nur um einen Zentimeter seinem Dauerkonkurrenten geschlagen geben.

Mittwoch, 16.09.2020, 07:25 Uhr
Jan Wiese, hier beim Tag der Überflieger in Essen, wurde am vergangenen Wochenende Zweiter bei den Westfälischen Meisterschaften U18.
Jan Wiese, hier beim Tag der Überflieger in Essen, wurde am vergangenen Wochenende Zweiter bei den Westfälischen Meisterschaften U18. Foto: Kohring /Eibner-Pressefoto

Minimal besser war nämlich nur Justin Brand von SuS Enniger gewesen, der im letzten und entscheidenden Versuch eine Weite von 6,61 Metern in die Grube brachte und damit bei einem seiner wohl letzten Wettkämpfe in der U18 unter Beweis stellte, dass er zur deutschen Spitze gehört. Nach einem gelungenen ersten Versuch über 6,60 Meter hatte bis dahin Jan Wiese geführt. Anschließend war dem Ahlener aber doch anzumerken, dass er nicht ganz bei der Sache war.

Noch am Donnerstag hatte Wiese nach einem Verkehrsunfall für eine Nacht ins Krankenhaus gemusst. Erst kurzfristig entschied er sich für eine Teilnahme an den Titelkämpfen. Und dort wollte Trainer und Vater Mark Wiese den Wettkampf eigentlich nach dem vierten Durchgang abbrechen. Für seinen Sohn kam aufgeben aber nicht in Frage. „Meine Hochachtung für diese mutige Entscheidung“, sagte Mark Wiese hinterher. Besonders schön war für ihn aber zu sehen, dass sich die beiden Kontrahenten gleich nach der Entscheidung umarmten und beglückwünschten.

Ebenfalls für die LG Ahlen waren in Hagen Patricia Assmann und Jannik Pollmeier im Einsatz. Assmann startete im Dreisprung, nachdem sie fast ein Jahr lang keinen Sprung gemacht hatte, und qualifizierte sich mit ihren ersten drei Versuchen souverän für den Endkampf. Dort verbesserte sie ihre persönliche Bestleistung um 51 Zentimeter und belegte mit 10,08 Meter den siebten Rang. Jannik Pollmeier wurde mit hervorragenden 11,61 Sekunden über die 100 Meter Neunter. Er startete zudem auch über die 200-Meter-Strecke und kam dort als Sieger in seinem Lauf in neuer persönlicher Bestzeit von 23,39 Sekunden auf den Bronzerang im Gesamtfeld.

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