Handball: 3. Liga Nord-West
Abrupter Abschied sorgt für Verstimmungen bei der Ahlener SG

Ahlen -

Für die Ahlener SG ist nicht nur die Saison, sondern mittlerweile auch das Training beendet. Davon erfuhr die Mannschaft allerdings nur sehr kurzfristig per WhatsApp. Nicht nur der scheidende Trainer Sascha Bertow wundert sich über diese Form des Abschieds. Geschäftsführer Andreas Bartscher reagiert gelassen.

Montag, 12.04.2021, 16:26 Uhr
Ein unwürdiges Ende nach langer, erfolgreicher Zusammenarbeit? Sascha Bertow (l.) kann das Verhalten der Geschäftsführer Klaus Jäger (Mitte) und Andreas Bartscher nicht nachvollziehen.
Ein unwürdiges Ende nach langer, erfolgreicher Zusammenarbeit? Sascha Bertow (l.) kann das Verhalten der Geschäftsführer Klaus Jäger (Mitte) und Andreas Bartscher nicht nachvollziehen. Foto: HLZ Ahlener SG

Der Abschied in dieser Form kam mindestens überraschend und sorgte bei Trainer und Team wahlweise für verwundertes oder enttäuschtes Kopfschütteln. Seit vergangenen Donnerstag befindet sich Handball-Drittligist Ahlener SG auf Anordnung der Geschäftsführung nicht mehr im Training.

Erst am Donnerstag selbst wurde Trainer Bertow davon per WhatsApp von Andreas Bartscher in Kenntnis gesetzt, dass dies die letzte Einheit sei. Er war es auch, der seinen Spielern die Botschaft verkünden musste. „Ich hatte darum gebeten, dass jemand vom Vorstand zum Training erscheint, die Entscheidung bekanntgibt und sie erläutert. Aber leider ist dann niemand gekommen“, sagt Bertow. Der stand ebenso verdutzt und perplex wie sein Personal in der Friedrich-Ebert-Halle. Ein Adieu, das sich Bertow und auch die scheidenden Spieler anders gewünscht hätten.

Gegensätzliche Einschätzungen

„Dass wir diesen Schritt planen, haben wir der Mannschaft bereits am 11. März in einem Gespräch mitgeteilt, ohne ihr damals den genauen Zeitpunkt nennen zu können“, kann Andreas Bartscher die Verwunderung über den plötzlichen Trainingsstopp nur bedingt nachvollziehen.

Für zusätzlichen Verdruss soll auch die Entscheidung gesorgt haben, nicht an der DHB-Pokalrunde teilzunehmen. „Darüber wurden wir nicht informiert und haben es erst aus dem Internet erfahren“, bemängelt Sascha Bertow.

Andreas Bartscher wiederum argumentiert: „Die zu diesem Thema vom DHB geplante Videokonferenz wurde verschoben. Ebenso unser danach angesetztes Gespräch mit dem Mannschaftsrat. Wir sind deshalb davon ausgegangen, dass es noch immer ausreichend ist, das Team erst zwölf Stunden später zu informieren. Hinterher ist man immer schlauer.“

Behrens bleibt – Denert muss gehen

Die Form der Kommunikation war – das muss auch die ASG einräumen – unzureichend, der Abschied von Trainer Sascha Bertow und der langjähriger Leistungsträger wie Mattes Rogowski, Jannis Fauteck oder Philipp Lemke in dieser Form unglücklich.

Am 20. April soll der neue Coach Frederik Neuhaus mit dem künftigen Kader das Training wieder aufnehmen und bereits frühzeitig in die Saison-Vorbereitung starten. Nicht mehr zum Aufgebot gehört David Denert, dessen Vertrag nicht verlängert wurde. Maurice Behrens hat seinen Kontrakt dagegen ausgedehnt. Die Kaderplanung ist damit fast abgeschlossen. „Wir suchen noch einen Spieler für Halbrechts“, sagt Andreas Bartscher.

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