Fußball: Landesliga 4
Klassenerhalt ist für SV Drensteinfurt nur das erste Ziel

Drensteinfurt -

Nach dem Aufstieg während der Pandemie betritt der SV Drensteinfurt nun Neuland. In der Landesliga 4 warten ganz neue Konkurrenzen. Der Klassenerhalt ist das erste Ziel. Aber gerne darf es für Trainer Oliver Logermann auch etwas mehr sein.

Freitag, 04.09.2020, 17:51 Uhr
Grund zum Jubeln gab es zuletzt reichlich: Bei 16 der 20 ausgetragenen Begegnungen verließen die Drensteinfurter den Rasen als Sieger. Coach Logermann (links) hat die Mannschaft in die Landesliga geführt.
Grund zum Jubeln gab es zuletzt reichlich: Bei 16 der 20 ausgetragenen Begegnungen verließen die Drensteinfurter den Rasen als Sieger. Coach Logermann (links) hat die Mannschaft in die Landesliga geführt. Foto: Ulrich Schaper

Als die Mannschaft, der Trainer und die Verantwortlichen des SV Drensteinfurt von ihrem Aufstieg in die Landesliga erfuhren, war der Spielbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie längst eingestellt. Es gab keine Bierdusche und keine Freudengesänge auf dem Spielfeld – wohl aber auf allen erdenklichen digitalen Kanälen.

2017 hatte Oliver Logermann die Verantwortung an der Seitenlinie übernommen, das Team Jahr für Jahr weiterentwickelt und geformt. Nach den Rängen fünf und drei war der Aufstieg, nun ja, zumindest keine Riesenüberraschung mehr. Ohne direkt ein Zeitfenster zu umreißen, hatten sich zumindest Trainer und Mannschaft dieses Ziel gesteckt. Nun also heißt es Landesliga Staffel vier für die Stewwerter.

Ordentliche Saisonvorbereitung mit gutem Test gegen Kinderhaus

Mit der Saisonvorbereitung ist der Coach zufrieden. „Ich finde, man darf so eine Vorbereitung nicht nur anhand der Testspiel-Ergebnisse bewerten“, sagt der SVD-Trainer. Man habe frühzeitig mit dem Training begonnen, seriös gearbeitet und vor allem im Offensivspiel einiges verbessert. Zum Ende der Vorbereitung hat Logermann seine Belegschaft einige Hürden überspringen lassen. Mit Westfalia Kinderhaus (Westfalenliga) und Münster 08 (Bezirksliga 12) warteten zwei echte Gradmesser auf die Stewwerter. „Gegen Kinderhaus haben wir definitiv unser bestes Spiel gemacht – da waren wir defensiv wirklich gefordert, haben aber attraktiven Fuball angeboten.“ Bis zur 65. Minute hatten die Drensteinfurter sogar geführt, ehe die Kräfte nachließen (1:3).

Schwacher Auftritt gegen Münster 08

Mit dem Auftritt bei Münster 08 (1:3) hingegen war der Coach weniger zufrieden. „Wir sind sicher nicht schlechter als die – eine Woche vorm Saisonstart haben wir da wirklich alles vermissen lassen“, ärgert sich Logermann, der am ersten Spieltag und im Pokal (8. September gegen Selm) durch Co-Trainer Marcel Bonnekoh vertreten wird.

„Ich will das dennoch nicht überbewerten. Wir haben in den zurückliegenden Jahren häufig mal einen Hänger in der Vorbereitung gehabt – waren zum Saisonstart dann aber auf den Punkt fokussiert“, sagt Logermann. Er ist sich sicher, „dass alle auf den Start der Landesliga-Saison und das erste Heimspiel brennen“.

Logermann hält Kader für konkurrenzfähig

Man sei mit dem aktuellen Kader definitiv konkurrenzfähig. „Wir müssen uns aber natürlich darauf einstellen, dass wir die Begegnungen nicht mehr so dominieren wie in den vergangenen ein oder zwei Jahren“, dämpft Logermann zu hohe Erwartungen. Er selbst rechnet mit vielen engen Spielen und einer sehr ausgeglichenen Liga. „Wir werden uns hier und da sicher an das etwas höhere Tempo gewöhnen müssen.“ Man gehe ohne große tabellarische Erwartungen in die Saison – oberstes Ziel aber sei der Klassenerhalt. „Und wer mich kennt, weiß natürlich, dass es auch etwas mehr sein darf“, sagt der SVD-Trainer.

TuS Altenberge ist der erste Gegner

Gegner zum Auftakt der Meisterschaftsrunde ist der TuS Altenberge (Samstag, 15 Uhr). „Das ist ein sehr attraktiver Gegner. Das Team spielt ansehnlichen Fußball, ist ambitioniert – ein interessantes Duell“, sagt Logermann, dem 21 Spieler zur Verfügung stehen. Da nur 15 Mann eingesetzt werden dürfen, werden einige, mitunter auch erfahrene und verdiente Spieler zuschauen müssen. Es folgen Duelle mit Ahaus, IG Bönen und Roxel. „Allesamt gute Mannschaften – ich glaube aber nicht, dass wir uns da verstecken müssen“, sagt Logermann.

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