Sprinten mit „Elektrogehirn“
Testfahrt mit dem Elektrofahrrad: Einmal rund um die Promenade

Münster -

Das Elektrofahrrad gewinnt bei den hohen Spritpreisen verstärkt an Bedeutung: Kleinere Strecken können problemlos bewältigt werden, das Auto bleibt in der Garage. Die Nutzer eines E-Bikes in der Fahrradstadt Münster sind größtenteils Senioren – ihre Kondition wird schwächer, da ist eine Tretunterstützung hilfreich. Unser WN-Mitarbeiter Manfred Bruns machte den Test.

Donnerstag, 28.06.2012, 09:06 Uhr

Sprinten mit „Elektrogehirn“ : Testfahrt mit dem Elektrofahrrad: Einmal rund um die Promenade
Testfahrer Manfred Bruns ist von dem E-Bike begeistert: „Mühelos mit Rückenwind die Überführung an der Promenade hoch.“ Foto: mbr

Die Teststrecke steht fest: einmal rund um die Promenade einschließlich der Unterführung Mauritzstraße. Das moderne, silberfarbene elektrische Stahlross ist gesattelt: Der weiche Sitz, der schwungvoller Lenker, die Griffe und das LCD-Display mit Fahrradcomputerfunktion sind auf den Fahrer eingestellt. Es kann also losgehen.

Ich versuche es erst einmal ohne Tretunterstützung. An der Unterführung die erste Prüfung: Den Hügel runter läuft alles wie von allein: kein Treten – kein körperlicher Kraftaufwand. Aber wieder hoch – da komme ich ganz schön ins Schwitzen. Jetzt der Parcours mit Elektromotor. Bergab tut sich nichts – kein Treten, keine Belastung. Aber bergauf: Beim ersten Antreten springt der Elektromotor spürbar an – ein Ruck geht durch „Ross und Reiter“.

Und wie vom Rückenwind angefacht geht die Fahrt noch oben – aufrecht im Sattel sitzend und ohne Mühe. Jetzt geht’s auf gerader Strecke über die Betonpiste. Das Display am linken Lenkergriff ist auf „Mitte“ eingestellt – eingeschaltet ist der vierte Gang. Es läuft wie geschmiert: Je fester ich in die Pedalen steige, desto schneller reagiert das eingebaute „Elektrogehirn“.

Das erste Vorfahrtschild ist in Sicht: langsamer treten, runterschalten und stehen bleiben. Die Straße ist frei, und wieder antreten. Doch was ist jetzt? Die ersten schnellen Pedaltritte gehen ins Leere – erst dann setzt die Treibkraft ein und es geht voran. Die Promenaden-Teststrecke ist frei – jetzt wird fleißig experimentiert. Die Stufen „Hi, Lo und Mitte“ am Display werden mühelos während der Fahrt verstellt, und auch die Gänge lassen sich während des Tretens automatisch umschalten.

Je fester der „Zweirad-Cowboy“ in die Pedalen steigt, desto schneller wird sein Gefährt. Eine rote Ampel ist in Sicht. Wieder langsam treten und in die Rücktrittbremse steigen. Vorsicht bei den Handbremsen am Lenkrad: Die Öldruckbremsen greifen sofort. Jetzt heißt es: warten auf Grün. Ein leichter Druck auf die Pedale im Stand und schon macht sich der Elektromotor bemerkbar. Er brummt spürbar und kann es nicht mehr abwarten, loszustarten.

Das Etappenziel ist in Sicht – die Fahrt verlangsamen und den Drahtesel abstellen. Mal eben kurz an den Gepäckträger greifen und die Leeze mit Schwung in den Fahrradständer wuchten. Nicht ganz so einfach – denn: Die „Harley“ wiegt ein paar Kilos.

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