Münsteraner Dima Schöner arbeitet als Musikproduzent
Jim Bubblegum macht Sänger zu Stars

Münster -

Der 29-jährige Münsteraner Dima Schöner alias Jim Bubblegum startet durch – als Musikproduzent. Der Absolvent der Kunsthochschule ARTEZ in Enschede springt während des Interviews oft vom Deutschen ins Englischen und Russische. „Musik ist global, als Künstler sollte man sich keine Grenzen im Kopf setzen“, sagt Jim, der in Omsk geboren wurde.

Dienstag, 08.01.2013, 02:01 Uhr

Tanzen kann er auch noch: der münsterische Musikproduzent Dima Schöner.
Tanzen kann er auch noch: der münsterische Musikproduzent Dima Schöner. Foto: Berezhnitskaya

Seine Biografie ist typisch für ein Musiktalent. Mit sechs Jahren hörte er begeistert Quincy Jones , Michael Jackson , James Brown. Als Teenager hatte er eine eigene Band, baute ein Musikstudio auf. Heute steht auf seinem Tagesplan Kompositionsunterricht an der „ Germany Music Academy“.

Alles, was die Pop-Musik ausmacht, hat Jim am ARTEZ Konservatorium gelernt – sogar, wie man aus untauglichen Vokalisten Stars macht. Sein Professor, der Amerikaner Tom Salisbury, der schon mit den Pointer Sister und Stevie Wonder zusammengearbeitet hat, erkannte schnell Jims Talent. Dem „Small Russian“ riet er ab, in die Theorie zu gehen und eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben.

Dass das die richtige Entscheidung war, zeigte der Berufsalltag. Nach seinem Abschluss bekam Jim Aufträge von Sängern für die Songproduktion. Auch der münsterische Rocker Elinas, der momentan in die Charts steigt, ist einer von Jims Auftraggebern.

Egal, für wen Jim Bubblegum Musik produziert, seine Songs sind Treffer. „Meine Aufgabe ist es, Sänger groß rauszubringen, indem ich ihre Songs in eine optimale Musik- und Tonhülle verpacke“, erzählt der junge Musikproduzent . Jim wählt die passenden Instrumente, den Rhythmus, empfiehlt die passende Intonation, korrigiert die Aussprache. Natürlich muss er alle Instrumente perfekt beherrschen und die Ethik der Künstlerkommunikation nicht außer acht lassen. Hat er Träume? „In Hollywood zu jobben und vielleicht den Grammy zu gewinnen.“ Viel wichtiger sei es ihm indes, mit dem Ergebnis seiner Arbeit zufrieden zu sein.

Dass die Konkurrenz hart ist, ist Jim bekannt. Aber nicht das Materielle ist sein Beweggrund. „Als Künstler ist man sich nie über das Morgen sicher, aber die Musik ist mein Leben“, sagt Jim Bubblegum.

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