Zum Fest eine Prinzessin
Mit Anleitung kann frau prächtige Frisuren einfach selbst zaubern

Münster -

Zu Weihnachten oder an Silvester wie eine Prinzessin aussehen? Dafür muss frau nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. Eine helfende Hand und etwas Zubehör reichen, um die ultimative Pracht-Frisur zu zaubern„Eine Mutter, Schwester oder Cousine wären aber definitiv praktisch“, sagt Friseurmeisterin Christiane Wegner. „Für die Handgriffe, die hinterm Kopf zu machen sind.“

Montag, 15.12.2014, 18:12 Uhr

„Modell“ Sophia Diepenbrock ist selbst begeistert von ihrer Verwandlung.
„Modell“ Sophia Diepenbrock ist selbst begeistert von ihrer Verwandlung. Foto: Jürgen Peperhowe

Die 45-Jährige kennt alle Kniffe in Sachen Schönheit aus dem effeff. Glänzte die Hiltruperin doch als deutsche Siegerin des internationalen Goldwell-„Color Challenge Award 2013“ und war in diesem Jahr in der internationalen Jury vertreten. Bedächtig legt sie heute ihr „Handwerkszeug“ vor Modell Sophia Diepenbrock auf den Tisch. Haarklemmen, -nadeln und eine Handvoll romantische Strass-Curlys in Blütenform. Geplant ist eine halboffene Haarpracht, die über die Schulter gelegt wird. Lockig und verspielt, kommt am Ende noch eine selbst geflochtene Rose darauf. „Effektvoll und einfach“, verspricht Christiane Wegner .

Der romantische Flechtlook, er liegt in diesem Jahr besonders im Trend. Wie das kommt? „Durch die Oktoberfestfrisuren“, ist die Haar-Expertin überzeugt. Sophia Diepenbrock für ihren Teil schaut noch etwas skeptisch in den Spiegel. Die 17-jährige Abiturientin ist sonst mehr der sportliche Typ und liebt es – ob in Sachen Frisur oder Make-up – eher natürlich. „Aber wenn mir das jetzt gefällt, probier ich’s an Silvester aus“, betont sie.

In einer halben Stunde zur Lockenpracht

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  • „Modell“ Sophia Diepenbrock setzt meist auf einen natürlichen Look.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Friseurmeisterin Christiane Wegner kennt alle Kniffe in Sachen Schönheit.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Hiltruperin ist deutsche Siegerin des internationalen Goldwell-“Color Challenge Award 2013“.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Schritt eins der festlichen Frisur: Christiane Wegner rollt Strähnen zu Locken auf.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Utensilien für die Locken: Lockengerät, Glätteisen oder Heißwickler.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Um den Haaren mehr Fülle zu verleihen, werden sie am Hinterkopf mit Hilfe eines speziellen Kamms toupiert.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Eine dickere Strähne dreht Wegner um die Hand und schlägt sie dann leicht ein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Strähne verdeckt die darunter liegenden Haarnadeln.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der holländische Zopf wird nach dem Flechten gelockert, indem die Bögen rechts herausgezogen werden.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Zur Krönung rollt man ihn zu einer Haar-Rose.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Wie im Südstaatenepos „Fackeln im Sturm“ sieht Sophia Diepenbrock nach ihrer Verwandlung aus.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Etwa eine halbe Stunde dauert die Frisur.

    Foto: Jürgen Peperhowe

►  Schritt eins: Dicke Strähnen werden abgeteilt und mit einem Lockengerät, Glätteisen oder Heißwicklern zu leichten Locken gerollt. Zubehör, das frau sicher in der einen oder anderen Ausführung im Badezimmer-Schrank findet. „Meine Schwester hat ein Glätteisen, die kann mir beim Locken-Machen helfen“, freut sich die junge Frau.

►  Als Nächstes toupiert Christiane Wegner ihr das Haar oben mit Hilfe eines speziellen Kamms (einem mit kurzen und mit langen Zinken), um „einen schönen Hinterkopf hinzubekommen“. Darüber sollte es glatt gekämmt werden, damit es nicht zu unruhig aussieht.

►  Eine dickere Strähne dreht Christiane Wegner um die Hand und schlägt sie dann leicht ein. So lassen sich die toupierte Stelle und die Haarnadeln darunter verbergen. Locker zwirbelt sie das Haar und steckt es „unsauber nach links weg“, wie sie sagt. „So wirkt das verspielt und nicht allzu aufgebrezelt.“

►  Wie im Südstaatenepos „Fackeln im Sturm“ sieht Sophia Diepenbrock aus, als Christiane Wegner schließlich unter ihre Locken greift und die gesamte Haarpracht links über die Schulter legt.

►  An der rechten Kopfseite flicht die Friseurmeisterin mit einer kleinen Strähne ein holländisches Zöpfchen. „Man fängt vorn am Gesicht an und lockert dann an der rechten Zopfseite ganz leicht die Flechten, zieht die Bögen etwas heraus. So wirkt das Ganze dicker.“ Woher sie die Inspiration für derlei Haarkunstwerke nimmt? Die Hiltruperin zuckt die Schultern. „Vorreiter sind Idole auf Oscar- oder Bambiverleihungen“, sagt sie. „Was schön ist, wird kopiert.“

►  Romantischer Blumeneffekt: Rechts herum wird der Zopf nun zur Schnecke gedreht, festgesteckt und in der Mitte mit einem Strass-Curly garniert. Letzteres ist ein Dekoelement in Spiralform, das wie eine Schraube eingedreht werden. Für Damen, die nicht so dickes Haar mitbringen, hat Stylistin Simone Vincenzi einen Tipp: „Da kann man mit leichten Haarverlängerungen arbeiten.“ Übrigens: Leichter frisierbar sind Locken, die einen Tag nicht gewaschen sind...

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