„Die Abenteuer des Huck Finn“: Twain-Fortsetzung mit Promis
Wieder den Mississippi hoch

Mark Twains Abenteuerromane „Tom Sawyer“ (1876) und „Huckleberry Finn“ (1885) sind unkaputtbar, auch schlichtes Unterhaltungskino kann ihnen nichts anhaben. Letztes Jahr hat Regisseurin Hermine Huntgeburth („Effi Briest“) den ersten Roman mit wenig neuen Ideen, aber viel darstellerischer Prominenz ins Kino gebracht, die Fortsetzung folgt mit wenig Abstand und klappert brav die Highlights des Romans ab:

Donnerstag, 20.12.2012, 16:12 Uhr

Der Sklave Jim (Jacky Ido, l.) bekommt Hilfe von Huck Finn (Leon Seidel).
Der Sklave Jim (Jacky Ido, l.) bekommt Hilfe von Huck Finn (Leon Seidel). Foto: Majestic

Huck Finn ( Leon Seidel ), durch den Schatz des Indianer Joe zu Geld gekommen, lebt jetzt im Haus der strengen Witwe Douglas, reißt dann aber aus – zusammen mit dem Sklaven Jim (gut: Jacky Ido), dessen Frau gerade verkauft wurde.

Auf einem Floß schippern sie den Mississippi stromaufwärts, auf der Suche nach Freiheit und unterwegs behelligt von tumben Sklavenhändlern, dem Betrügerduo König und Herzog sowie von Hucks versoffenem Vater, der ans Geld des Sohnes will. Die Rassismuskritik und Südstaatensatire aus Twains Roman wird man hier ebenso wenig finden wie eine halbwegs tiefgründige Diskussion der Freiheitsbegriffe, denen Jim und Huck nachhängen.

Läuft wo

Fotostrecke, Trailer und weitere Informationen zum Film gibt es hier .

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Hier geht’s nur um Unterhaltung: okay, sei’s drum. Heike Makatsch als Tante Polly taucht diesmal nur kurz auf, während Henry Hübchen, Andreas Schmidt und Milan Peschel (als Sklavenhändler), August Diehl (als fieser Vater) sowie Kurt Krömer und Michael Gwisdek (als Betrüger) ungehemmt schuftig schmieren dürfen. Kein tieferer Gedanke stört dieses im rumänischen Donau-Delta und an der Havel in schicke Bilder gebrachte Adventsabenteuer.  

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