The Big Wedding
Vulgäre und überflüssige Komödie mit Starbesetzung

Wer komisch findet, dass Robert De Niro innerhalb der ersten 15 Minuten von „The Big Wedding“ von Susan Sarandon auf die Fliesen gedonnert wird, dass sich Katherine Heigl auf seinen besten Anzug erbricht, dass er im Swimmingpool landet und Diane Keaton ihm einen Kinnhaken verpasst – der wird diesen Film mögen.

Freitag, 31.05.2013, 17:05 Uhr

Alles Angabe! Don (Robert De Niro, r.) kniet zu Füßen seiner Freundin Bebe (Susan Sarandon), und Pater Moinighan (Robin Williams) hat seinen Seelenfrieden wieder.
Alles Angabe! Don (Robert De Niro, r.) kniet zu Füßen seiner Freundin Bebe (Susan Sarandon), und Pater Moinighan (Robin Williams) hat seinen Seelenfrieden wieder. Foto: dpa

Die anderen seien gewarnt vor der Komödie um ein geschiedenes Paar, das für die Hochzeit von Stiefsohn Alejandro (Ben Barnes) eine heile Familienwelt vortäuscht. Da muss Bebe (Sarandon), die Geliebte von Don Griffin (De Niro), die seit sieben Jahren auf seinen Antrag wartet, aus dem Haus und die Ex ( Keaton ) rein. Mit der angereisten Mutter des Bräutigams, die Madonna (!) heißt (Patricia Rae), steht eine strenggläubige Sittenwächterin ins Haus. Die ist für Pater Moinighan (Robin Williams) die reine Freude, für den Clan der Griffins der Anfang eines Wochenendes, das zur Parade von Peinlichkeiten à la „American Pie“ wird.

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Trailer, Bilder und Infos, wann und wo der Film läuft, gibt es hier .

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Gegen Boulevard ist nichts einzuwenden, aber das Remake von „Wie eine richtige Familie“ bekommt es nicht auf die Reihe. Schnell wird die Prämisse der Familienwerte aufgegeben. Der Pater und Don sind mehrmals bei den Anonymen Alkoholikern gewesen, Tochter Lyla (Heigl), die keine Kinder bekommen kann und vor der Scheidung steht, fällt auf der Babystation in Ohnmacht, und Sohn Jared (Topher Grace), der jungfräulich in die Ehe gehen will, wird durch Alejandros kolumbianische Schwester (Ana Ayora) in Versuchung geführt.

Im Sumpf dieser Pseudo-Komik können Timing und Darstellerkunst nicht gedeihen. Vielmehr werden bei fehlender Regie die Stars allein gelassen. Was zu einem bemerkenswerten Ungleichgewicht führt: Die Altstars sind samt und sonders lustlos bis schlecht, während die Jungmimen, speziell Heigl und Topher Grace (Serie „Die wilden 70er“) tapfer gegen die reizlosen Unzulänglichkeiten der Kukident-Generation ankämpfen. Helfen tut das alles nichts. Verschenkt ist verschenkt.  

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