Musik
Didgeridoo statt Bohlen-Pop: Thomas Godoj in Münster

Freitag, 27.02.2009, 00:02 Uhr

Münster - Wer aus der „Superstar“-Schmiede von RTL kommt, muss anschließend nicht unbedingt Bohlen-Pop und Schwiegermutter-Schwarm spielen. Es geht auch mit Tätowierung auf dem Oberarm, stylisher Strickmütze auf dem Kopf und handfester Band im Rücken. So jedenfalls präsentierte sich Thomas Godoj am Donnerstagabend in der Halle Münsterland. Der frischgebackene „Echo“-Gewinner ist Sieger der jüngsten Staffel von „ Deutschland sucht den Superstar “.

Mit ungewohnten Klängen australischer Didgeridoos begann die Show des zum „Superstar“ ernannten Sängers aus Recklinghausen. Die Band rollte schnell mit lauten Gitarren und kräftigem Schlagzeug den Teppich aus, auf dem der 30-Jährige in den folgenden knapp zwei Stunden herumsprang. Laut und knallig, manchmal rotzig und auf jeden Fall sehr originell: Kein Wunder, dass sich das Publikum weniger aus kreischenden Teenies, sondern eher aus ausgewachsenen Rock-Fans rekrutierte.

„Auch bei euch möchte ich mich ganz herzlich bedanken dafür, was ihr uns gegeben habt“, sagte er und persiflierte augenzwinkernd die fast schon zum Kult gewordene Geste, mit der die „DSDS“-Moderatoren zum Anrufen aufgefordert hatten. Denn es waren ja am Ende die RTL-Zuschauer, die ihn per Telefonabstimmung zum „Superstar“ gewählt haben. Das war dann aber auch die einzige Referenz an die Hochglanz-Vergangenheit.

Dann Rock. Kurzweilige Arrangements legte die Band hin. Da rollte gerne mal ein wuchtiger Donner durch den Kongress-Saal, Schlagzeugteppiche zogen die Stimmung hoch. Und immer mal wieder das Didgeridoo. Alles mit genügend Rotzigkeit: Das war handfeste Musik.

Danke, Dieter Bohlen, dass Sie sich manchmal raushalten!

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