Interview mit H-Blockx
In den Kinderschuhen

Nach fünf Jahren gibt es endlich neues Material des münsterischen Quartetts. „HBLX“ ist das mittlerweile siebte Studioalbum der Band um Sänger Henning Wehland. Und ähnlich wie ihre Vorbilder Red Hot Chili Peppers haben sich H-Blockx vom Crossover der 90er Jahre emanzipiert. An anderer Stelle stecken sie noch in den Kinderschuhen, wie Gitarrist Tim „Tinte“ Humpe im Gespräch mit Carsten Vogel verrät.

Mittwoch, 30.05.2012, 11:05 Uhr

Interview mit H-Blockx : In den Kinderschuhen
Mit neuem Album wieder auf Tour: die münsterische Band H-Blockx Foto: Markus Hauschild

Wie findest du persönlich die Söhne Mannheims ?

Tim „Tinte“ Humpe: Das ist eine gemeine Frage. Ich finde einige Nummern sehr gut Xavier Naidoo ist einer der besten Sänger Deutschlands. Aber musikalisch ist das nicht mein Geschmack: Ich stehe auf straightere Sachen.

Auf plattentests.de ist euer neues Album ziemlich verrissen worden...

Tinte: Die Punkte, die dort kritisiert werden, sehe ich genau anders. Genau das macht die Platte aus und gefällt mir persönlich sehr gut. Klar ärgert es mich , aber Musik ist immer noch Geschmackssache.

Ihr habt bei Facebook 9000 Likes. Die Donots über 70   000. Macht ihr was falsch?

Tinte: Jein. Wir haben es nicht gepflegt. Die Donots waren in den vergangenen Jahren viel aktiver als wir. Unser letztes Album ist aus 2007, da steckte Facebook in den Kinderschuhen. Und in der Zeit danach hatten wir nicht viel zu kommunizieren. Wir fangen mit dem neuen Album im Prinzip bei Null an und bauen das erst auf.

Wie geht ihr mit dem Thema Urheberrecht um?

Tinte: Da wird auf beiden Seiten viel Halbwissen kommuniziert und die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Urheberrecht ist wichtig. Insbesondere für Künstler, die davon leben müssen. Es muss auf jeden Fall einen Schutz geben, aber der optimale Weg ist noch nicht gefunden. Henning engagiert sich als Gema-Mitglied auch. Aber die Gema ist ein großer Tanker – da dauert es, Entscheidungen herbeizuführen.

 

Die aktuelle Tour geht nicht durch Münster, oder?

Tinte: Nee, wir sind jetzt bis Ende September bei vielen Festivals und mit einer Clubtour unterwegs. Im März nächsten Jahres gibt es eine ausgedehnte Konzertreise, bei der Münster natürlich dabei sein wird.

Wie wichtig ist euch Lokalkolorit?

Tinte: Mir ist das wichtig. Wir definieren uns als Band aus Münster. Gudze und ich wohnen da. Und ich glaube, Henning kommt bald wieder zurück. Hat er letztens geäußert...

Hat sich die münsterische Szene verändert?

Tinte: Soviel bekomme ich nicht mit: Wenn ich ehrlich bin, dann war ich abends schon lange nicht mehr vor der Tür. Mittlerweile habe ich vier Kinder. Da geht man früher ins Bett (lacht).

Trotz einiger Rückschläge: Was ist eure Motivation weiterzumachen?

Tinte: Wir haben keinen Masterplan. Unser Produzent Vincent Sorg hat uns bei Rock am Ring 2010 gesehen, als die 80.000 Zuschauer richtig abgegangen sind. Und die Motivation war, diese Energie auf ein Album zu packen. Letztes Jahr sind wir ins Studio gegangen, ohne zu wissen, ob wir gleich wieder nach Hause gehen, weil uns nichts einfällt. Oder ob das Ganze funktioniert.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/804393?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F198%2F208%2F211%2F696056%2F746729%2F
Unbekannte sprengen Geldautomat
Die Sprengung des Geldautomaten an der Westfalen Tankstelle hat heftige Folgeschäden hinterlassen: Schaufenster und Tür sind demoliert worden.
Nachrichten-Ticker