Experimente mit dem Megafon
„Betasurfers“ spielten im Gleis 22

Münster -

Ein kleiner Ritterschlag war es für die münsterische Band „Betasurfers“. Eigentlich sollten am Freitag im Gleis 22 die niederländischen Rocker von Traumahelikopter auf der Bühne stehen. Diese sagten kurzfristig ab. So wurden die Betasurfers von der Vorband zum Höhepunkt des Abends befördert.

Dienstag, 12.02.2013, 09:02 Uhr

Niemals ohne Megafon: Die Betasurfers präsentierten Experimentelles im Gleis 22.
Niemals ohne Megafon: Die Betasurfers präsentierten Experimentelles im Gleis 22. Foto: wind

Ein psychedelischer Einschlag ist bei den Songs der Betasurfers nicht von der Hand zu weisen. Die vier Musiker greifen viele Sounds aus der Hoch-Zeit des Psychedelic Rock auf und fügen ein bisschen von ihrer eigenen Härte hinzu. Hier werden also keinesfalls nur alte Ideen aus den Siebzigern aufgewärmt.

Viele schnelle Gitarrenmelodien ergänzen sich mit einem treibenden Schlagzeug. Dabei kommen zahlreiche Effekte zum Einsatz, vor allem „Echo“ und „Hallo“ dürfen bei keinem Song fehlen. Groß geschrieben wird bei den Betasurfers dabei vor allem die Experimentierfreude.

Nur in wenigen Songs kommt Gesang vor, die meisten Stücke sind instrumental gestaltet. Wenn Bassist Frank allerdings seine Gitarre zur Seite stellt, um seiner Funktion als Sänger nachzukommen, dann nie ohne ein wichtiges Hilfsmittel: das Megafon. Mit Hilfe des Megafons klingt seine Stimme etwas verfremdet. Dieser Effekt wurde in der Vergangenheit schon von anderen unkonventionellen Künstlern wie zum Beispiel Tom Waits benutzt und fügt sich direkt in das Klangbild der Betasurfers ein. Eine Geschmackssache ist der experimentelle Sound der Betasurfers allemal, den Nerv des Publikums trafen die vier heimischen Musiker aber zielsicher.

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