30 Band-Anfragen pro Tag
Gleis 22 nach Auszeichnung als bester deutscher Club noch begehrter

Münster -

Die Entscheidung der Leser des Musikmagazins „Intro“, das Gleis 22 zum zweiten Mal nach 2006 zum „besten Club Deutschlands“ zu küren, beschert Frank Dietrich eine Menge Arbeit. „Einen Tag später meldeten sich sofort Bands, die uns gratulierten – und nachfragten, ob sie bei uns auftreten können“, berichtet Dietrich, der für das Gleis die Künstler bucht. Zudem riefen bei ihm Musik-Fachmagazine an, um das Geheimnis des Gleis-Erfolgs zu ergründen.

Freitag, 01.02.2013, 11:02 Uhr

Das Team des Gleis 22 freut sich über die Auszeichnung als „bester Club Deutschlands“. Frank Dietrich steht in der letzten Reihe (Mitte).
Das Team des Gleis 22 freut sich über die Auszeichnung als „bester Club Deutschlands“. Frank Dietrich steht in der letzten Reihe (Mitte). Foto: ms

„Eine solche Auszeichnung hat natürlich einen Effekt“, betont Dietrich . „Das Intro-Ranking geht durch die gesamte Szene.“ Dabei hat das Gleis dort schon lange einen Namen. 20 bis 30 Band-Anfragen erhält Dietrich bereits seit Jahren – und das jeden Tag.

„Wir freuen uns auf weitere Auszeichnungen“, sagt Dietrich mit einem Augenzwinkern. „Aber wir legen es nicht drauf an.“ In einem Ranking des renommierten Musik-Express mal ganz oben zu landen, das wäre dann aber doch ziemlich klasse. . .

Dass das Gleis 22 bei Votings immer wieder gut abschneidet, wundert Dietrich wenig. „Wir investieren in unsere Arbeit viel Herzblut, machen alles mit Leidenschaft“, betont er. Und dass die aktuelle Auszeichnung mit dem 25-jährigen Bestehen dieser Einrichtung des städtischen Jugendamtes zusammenfällt, macht nach seiner Ansicht alles noch viel schöner.

Apropos: Dietrich betont, dass das Gleis-Konzertteam ehrenamtlich arbeitet – und so nicht einmal Steuergelder dafür ausgegeben werden müssen, große Musik-Stars in eine öffentliche Einrichtung zu holen.

Musikstars, die zunehmend auch ein älteres Publikum anziehen, wie Dietrich berichtet. „Ältere Besucher haben wir bei uns jahrelang vermisst, das Gleis 22 war eher ein Studentenclub. Doch das hat sich inzwischen geändert. Immer öfter kommen auch 50- oder 60-Jährige zu uns.“

Schuld dürfte nicht zuletzt das breit gefächerte Musikangebot sein, das keineswegs auf jüngere Besucher festgelegt ist. Frank Dietrich freut sich übrigens besonders auf den Auftritt des Soul-Sängers Nick Waterhouse am 27. Mai. „Dass der zu uns kommt, damit hatte ich nicht gerechnet.“

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