Bossa Nova im Blut
Fado-Star Carminho singt Songs von Tom Jobim

Man muss Neues wagen. Dieses Motto hat die Fado-Sängerin Carminho auf ihrem musikalischen Trip ins Land des Bossa Nova beherzigt.

Freitag, 20.01.2017, 16:01 Uhr

Lust auf Bossa Nova: Carminho.
Lust auf Bossa Nova: Carminho. Foto: Leo Aversa

Berlin (dpa) - In ihrer Heimat ist die portugiesische Fado-Sängerin längst ein Star. Jetzt verlässt die 32-Jährige ihr angestammtes Terrain, den von Sehnsucht und Traurigkeit geprägten Fado, und wagt sich auf unbekanntes Terrain.

Auf ihrem neuen Album « Canta Tom Jobim » (Warner) interpretiert die Sängerin 14 Songs des 1994 verstorbenen brasilianischen Bossa-Nova-Giganten Antonio Carlos Jobim, auch Tom Jobim genannt, der am 25.1.2017 seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte.

Ein Lied von Jobim kennt die ganze Welt, «The Girl from Ipamena». Den Song gibt es in unzähligen Fassungen, und Carminho konnte gut auf ihn verzichten. Mit ihrer tollen Stimme gelingt es der Sängerin spielend, den swingenden Bossa Nova von Jobim zu neuem Leben zu erwecken. Auch ohne den Evergreen. Entscheidend für den relaxten Sound des Albums ist die Begleitband Banda Nova, in der Jobims Sohn Paulo Gitarre spielt und sein Enkel Daniel an der Gitarre zu hören ist. Dazu kommt der renommierte Cellist Jaques Morelenbaum.

Carminho gelingt der Sprung über den Ozean sehr gut. Über die unterschiedlichen musikalischen Temperamente sagte sie im Interview mit dem Deutschlandradio : «Die Brasilianer singen ihre Traurigkeit in Dur, und wir Portugiesen in Moll». Und so klingt auch ihr Album. «Stellen sie sich vor, ich wäre ein Baum, der Fado stellt meine Wurzeln dar, und meine Äste wachsen überall hin, lediglich der Himmel ist die Grenze.»

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