Stiftung Warentest
Medium-Mineralwasser im Test: 11 von 30 schneiden gut ab

Von 30 getesteten Wassern mit mittlerem Kohlensäuregehalt haben im Test nur elf gut abgeschnitten. Stiftung Warentest hat in manchen gestesteten Produkten unerwünschte Spuren aus Land­wirt­schaft, Industrie und Haus­halts­abwasser gefunden sowie Fehler im Geschmack, die meist durch die Kunst­stoff­flaschen, in die das Wasser abge­füllt wird, hervorgerufen werden.

Mittwoch, 28.06.2017, 11:06 Uhr

Mineralwasser Archivbild dpa
Stiftung Warentest hat 30 Medium-Mineralwässer getestet. Foto: dpa

Unerwünschte Stoffe sowie Fehler im Geschmack: Nicht alle Mineralwasser sind so unberührt, wie man meint. Bei einer Analyse schnitten 11 von 30 Wässern gut ab, 18 waren befriedigend. Eines bekam die Note «ausreichend», heißt es in der Zeitschrift «test» (Ausgabe 07/2017). Grund für die Abwertung war ein leicht erhöhter Chrom-Anteil, der aber nicht als gefährlich eingestuft wurde.

Diese Medium-Mineralwässer schneiden gut ab

Die ersten Plätze im Test belegten das Wasser von Edekas Eigenmarke «Gut & Günstig» sowie «Saskia» von Lidl. Ebenfalls gut schnitten der Franken Brunnen sowie Gerolsteiner ab. Getestet wurden nur Wasser der Sorte Medium mit mittlerem Kohlensäuregehalt.

Kunststoff beeinträchtigt den Geschmack von Mineralwasser

Abstriche beim Geschmack müssen Verbraucher bei Wasser in Kunststoffflaschen machen, urteilten die Warentester. Viele Wässer schmecken untypisch zitronig. Das kommt vom Acetaldehyd, einem Stoff, der bei der Herstellung des Kunststoffs PET entsteht. Er kann ins Wasser übergehen. Gesundheitlich ist er unkritisch, bewertet wurde die Verpackung dennoch mit «mangelhaft».

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