Autotest
Raumfahrzeug aus Wolfsburg

Montag, 16.04.2007, 00:04 Uhr

Manche Maße stehen ja für sich. 60-90-60: Da hat wohl jeder Mann ein Bild vor Augen. 4774-1820-1731: Diese Kombination ist auf den ersten Blick nicht so eindeutig. Es sind aber die Zahlen, die die Welt der Kombi-Fahrzeuge derzeit dominieren.

4,774 Meter lang, 1,820 Meter breit und 1731 Liter Fassungsvermögen: die Eckdaten des Passat Variant lassen schon auf ein großes Fahrzeug schließen. Und der äußere Eindruck trügt nicht. Mit dem Raumfahrzeug aus Wolfsburg lässt sich so einiges transportieren. Wer eine mehrköpfige Familie hat, bekommt hier spielend leicht den Windel- und Getränkevorrat für den ganzen Monat unter. Wenn es in den Urlaub geht, passen bei voller Bestuhlung immer noch gut 600 Liter Gepäck in den Kofferraum. Was da nicht reinpasst, wird in einer Box auf der serienmäßigen Dachreling transportiert. Wenn die Kinder bereits aus dem Haus sind, lässt sich auch der eine oder andere Umzug von einer in die andere Studentenbude mit dem Variant bewerkstelligen. Wer den Beifahrersitz umklappt, kann dann Gegenstände bis zu 2,90 Meter Länge transportieren. Das ist doch was.

Volkswagen hat sich alle Mühe gegeben, nicht nur viel Platz zur Verfügung zu stellen, sondern diesen auch noch angenehm durchdacht aufzubereiten. Dass sich die Sitze schnell und bequem zu einer ebenen Ladefläche umlegen lassen, ist in dieser Klasse eigentlich schon Standard. Über das Übliche hinaus geht das gegen Aufpreis von 245 Euro erhältliche „Gepäckmanagement-Paket“, mit dessen Hilfe die Ladung auf der großen Fläche besser zu befestigen ist. Eine Teleskopstange und ein Spanngurt fixieren auf einem Schienensystem die unterschiedlich großen Gegenstände. Ein Ladeschutz aus Kunststoff schützt darüber hinaus die empfindlichen Lackteile der Karosserie.

Für weitere 395 Euro lässt sich das Leben noch bequemer machen: Dann öffnet und schließt sich die Heckklappe auf Knopfdruck. Außerdem lässt sich die Stoppposition der geöffneten Heckklappe einstellen. Bei einer niedrigen Garage entfällt so die Sorge, dass die Heckklappe an der Decke Schaden nimmt.

Wer viel in der Stadt unterwegs ist und deshalb oft auf engem Raum einparken muss, dem sei der „Parkpilot“ empfohlen. Der kostet zwar 500 Euro extra, macht sich aber schnell bezahlt. Denn so schön die 4,70 Meter Länge auch sind, in eine Parklücke sind sie nicht mal eben schnell unterzubringen. Das akustische Warnsignal erlaubt, Spitz auf Knopf an die anderen Fahrzeuge heranzufahren, ohne sie zu berühren. Das spart Kurbelaktionen, Nerven und Reparaturen.

Allerdings kommt so zum Grundpreis des Passat Variant schnell der eine oder andere Tausend-Euro-Schein hinzu. Das günstigste Modell kostet bis zur Mehrwertsteuererhöhung noch 23400 Euro, der Testwagen mit der Ausstattung Sportline mit sechsstufiger Automatik und einem 2,0-Liter-Turbo-FSI-Motor und 147kw/200 PS 32675 Euro. Dafür garantiert der Motor allerdings auch allerfeinstes Fahrvergnügen. Eine ausgesprochene Laufruhe, schnelle Beschleunigungswerte und eine hohe Endgeschwindigkeit machen ihn zu einem Fahrzeug für alle Fälle.

Abschließend wäre noch zu erwähnen, dass nicht nur die Ladung im Passat Variant bequem reist. Auch die Passagiere in der ersten und zweiten Reihe haben auf allen Plätzen genügend Bewegungsfreiheit, um sich während einer Transportfahrt von den Strapazen des Packens und Schleppens zu erholen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Umzug nicht innerhalb einer Stadt stattfindet. Dann ist der Verbrauch beim besten Willen nicht unter die Zehn-Liter-Marke zu drücken. Das geht nur bei längeren Überlandfahrten und auf Autobahnen, bei denen die Geschwindigkeit konstant auf 120 Kilometer in der Stunde begrenzt ist. Da lohnt sich dann ein Tempomat ...

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