Autotest
Saubere Sache

Mittwoch, 20.01.2010, 19:01 Uhr

Gut zwei Jahre ist der Mazda CX-7 auf dem deutschen Markt erhältlich. Das SUV hat in vielen Details von Anfang an gefallen. Größe und Variabilität , Verarbeitungsqualität und Fahrverhalten haben auch uns schon vor zwei Jahren überzeugt.

Ein Manko freilich konnte der CX-7 damals nicht verbergen: Mazda bot ihn ausschließlich mit einem zwar bärenstarken, aber eben auch entsprechend durstigen Otto-Motor an. Jetzt hat der Allrader für die aktive Freizeit eine erste dezente Überarbeitung hinter sich. Und auf Wunsch auch einen Selbstzünder unter der Haube.

Erstes Fazit nach einem erneuten Fahrtest: Aufgabe erfüllt. Der Wagen hat wenig von seiner Dynamik verloren - aber gleich eine ganze Klasse an Wirtschaftlichkeit gewonnen. Statt deutlich über zehn Liter auf 100 Kilometer zu schlucken, begnügte er sich über zwei Wochen mit einem Wert zwischen acht und neun Litern - ohne dass beim Fahren besondere Rücksicht auf den Verbrauch genommen wurde. Die 7,5 Liter, die Mazda im Datenblatt ausweist, blieben freilich unerreicht.

Sauber bleibt der Selbstzünder auch. Er schafft nicht nur die Euro-5-Norm, sondern befreit in einem SCR-Katalysator dank Beimischung einer Harnstofflösung das Abgas weitgehend von Stickoxiden.

Und die Leistungen? Immer noch weitaus besser als nur „vernünftig“. Auf 173 PS Leistung und vor allem auf ein Drehmoment von 400 Newtonmetern bringt es auch der Diesel-CX-7. Das macht den jetzt fast 1,9 Tonnen schweren Wagen richtig flott. Bis auf 200 km/h schafft er es, bleibt dabei laufruhig und verhältnismäßig still. Und selbst das Wanken - in der ersten Generation immerhin noch spürbar - haben ihm die Ingenieure fast komplett ausgetrieben.

Für den Standardsprint aus dem Stand auf 100 km/h gönnt er sich allerdings satte drei Sekunden mehr als mit Otto-Motor. 11,3 Sekunden für die Beschleunigung sind nicht berühmt - auch, wenn sich der Antritt deutlich dynamischer anfühlt. Das Turboloch ist ex­trem kurz; der Motor hängt gut am Gas. Geliefert wird der 2.2 CD ausschließlich mit Sechs-Gang-Handschaltung. Die schaltet sich zwar kurz und präzise, lässt aber den Wunsch nach einem modernen Automatikgetriebe nicht vollends verschwinden.

Und sonst? Optisch hat die Mini-Überarbeitung kaum Spuren hinterlassen; der CX-7 ist gefällig wie zuvor. Das Fahrwerk ist neu abgestimmt und nun vielleicht nicht mehr ganz so hart und knackig wie zuvor. Ein bisschen mehr Komfort, ohne auf Präzision und Sportlichkeit zu verzichten: Das fühlt sich an, als hätten die Mazda-Ingenieure den immer schlechteren Zustand deutscher Straßen in Betracht gezogen. Auch die elektronischen Helfer inklusive ESP sind sportlich getrimmt und greifen nicht vorschnell ein.

Mazda liefert den Diesel-CX-7 zum echten Kampfpreis - der Einstieg liegt unter 30 000 Euro. Und selbst in der empfehlenswerten Center-Line-Ausstattung samt MP3-fähigem CD-Wechsler, Tempomat und Rückfahrkamera kostet der Wagen nur 1600 Euro mehr.

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