Reifenwechsel
Selbermachen oder doch lieber vom Profi?

Es gibt Ereignisse, die stets wiederkehren. Wie etwa der Wechsel der Jahreszeiten und damit einhergehend der Austausch der Bereifung am Fahrzeug. Dies ist nicht nur anstrengend, sondern kann auch ins Geld gehen, wenn eine Werkstatt damit betraut wird. Der Wechsel von Winterreifen auf Sommerreifen muss allerdings nicht teuer sein, wenn man ihn selbst macht. Doch ist das wirklich zu empfehlen oder lohnt sich der Gang zum Profi?

Dienstag, 21.02.2017, 04:02 Uhr

Reifenwechsel : Selbermachen oder doch lieber vom Profi?
Foto: Colourbox.de

Sommerreifen: Regelmäßiger Wechsel der Räder

„Von O bis O“, diese Faustregel sollte jeder Autofahrer kennen. Zwar gibt es keine festen Zeitpunkte von Seiten des Gesetzgebers, wann Autofahrer auf Sommer- und Winterreifen umstellen sollten, doch dieser Leitspruch gibt einen guten Anhaltspunkt. Denn in der Regel löst der Winter den Sommer in den Oktoberwochen ab und zu Ostern sollten Autofahrer neue Sommerreifen kaufen. Beim Austausch der Reifen gibt es jedoch viele Stolpersteine.

Der Wechsel der Räder zu Haus – Von Winter- zu Sommerreifen

Der Reifenwechsel ist bei Autofahrern ein gewisses Reizthema. Während die etwas technisch versierteren Fahrer mit einem müden Schulterzucken die Sommerreifen ganz einfach selber draufziehen, schwören die anderen auf das Handwerk vom Profi. In einem Punkt sind sich jedoch beide Parteien einig – neue Reifen muss man nicht in der Werkstadt kaufen, die kann man auch selbst online bestellen und vorher miteinander vergleichen. Autospezialist oponeo beobachtet einen eindeutigen Trend dahingehend, dass immer mehr Autofahrer bessere und detailliertere Informationen über Reifen und Co. erwarten. Vor allem heute, wo es noch nie so einfach war, sich online bei Dienstleistern wie Oponeo.de über Sommerreifen zu informieren. Doch wie geht es nach dem Kauf weiter?

Zunächst sollte beachtet werden, dass es einen Unterschied gibt, ob die Reifen oder die Räder gewechselt werden sollen. Die Räder bestehen aus einer fertig montierten Kombination aus Reifen und Felge und können in der Regel ganz einfach daheim ausgetauscht werden. Hierfür reicht ein Wagenheber und ein Radkreuz beziehungsweise ein entsprechender Schlüssel aus. Die Radmuttern sollten bereits gelockert werden, wenn der Wagen noch nicht aufgebockt ist, um ein Drehen des Rades zu vermeiden.

Ein Drehmomentschlüssel sollte verfügbar sein

Nachdem die Räder gewechselt wurden, sollten die Radmuttern mit einem Drehmomentschlüssel angezogen werden, um die vom Fahrzeughersteller vorgeschriebene Haftung der Verbindungsteile zu gewährleisten. Ein solcher Drehmomentschlüssel zeigt die Druckfestigkeit der Schraubverbindungen an. Ist kein solcher Schlüssel verfügbar, sollte die Festigkeit der Schrauben in der Werkstatt überprüft werden. Es sollte zudem beachtet werden, dass die Räder nach einer längeren Lagerung ausgewuchtet werden sollten, bevor sie montiert werden. Idealerweise wird der Wechsel gleich vom Profi vorgenommen.

Schwieriger Wechsel der Reifen

Lediglich die Reifen zu wechseln, ist in der heimischen Garage nur mit Mühe möglich, selbst wenn man ein versierter Heimwerker ist. Denn dabei muss der Reifen auf die Felge gezogen werden, wobei ein einfacher Reifenhebel nicht ausreicht. Zudem kann bei Versuchen, den Reifen über das Felgenhorn zu ziehen, das Gewebe des neuen Reifens beschädigt werden. Bei Alufelgen wird zudem die Felge beschädigt. Werkstätten verfügen hierfür über spezielle Maschinen, mit denen der Reifen gewebeschonend über die Felge gezogen und eine perfekte Passform gewährleistet wird.

Lieber von Profi erledigen lassen

Nach dem Wechseln des Reifens sollte das Rad zudem ausgewuchtet werden, um eine optimale Fahrstabilität zu gewährleistet und ein unangenehmes Flattern am Lenkrad zu verhindern. Zudem sorgen optimal ausgewuchtete Räder für eine längere Lebensdauer der Reifen. Es ist also ratsamer den Wechsel der Reifen gleich vom Fachmann vornehmen zu lassen. Werkstätten bieten zudem weitere Vorteile.

Weitere Vorteile beim Profi

So können die Profis kompetente Ratschläge geben, welche Reifen zu den besten zählen und für welches Fahrzeug sie eher geeignet sind. Hinzu kommt, dass die meisten Werkstätten über Räumlichkeiten verfügen, in denen die Räder und Reifen der Kunden professionell gelagert werden können, damit sie länger halten und in der heimischen Garage oder im Keller keinen Platz wegnehmen.

Fazit

Wer sich technisch sehr gut im KFZ-Bereich auskennt und nicht das erste Mal an einem Fahrzeug schraubt, der kann den Reifenwechsel durchaus selbst leisten . Wesentlich sicherer ist und bleibt jedoch der Gang zum Fachmann. Generell lohnt sich, das Auto regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen und der alljährliche Frühjahrsputz bietet dafür eine passende Gelegenheit.

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