Bei Mietrollern
Roller-Neulinge sollten sich mit Fahrweise vertraut machen

In Ländern wie Italien gehören Motorroller zum alltäglichen Straßenbild. Auch hier erfreuen sich die zweirädrigen Gefährte großer Beliebtheit. Für Roller-Einsteiger gibt es jedoch einiges zu beachten - besonders im Winter.

Donnerstag, 14.02.2019, 12:52 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 12:56 Uhr
Flexibel verfügbar: Besonders in Großstädten sind Mietroller häufig zu finden. Ungeübte Fahrer machen sich aber vorher besser mit der Fahrdynamik vertraut.
Flexibel verfügbar: Besonders in Großstädten sind Mietroller häufig zu finden. Ungeübte Fahrer machen sich aber vorher besser mit der Fahrdynamik vertraut. Foto: Conny Kurz

München (dpa/tmn) - Ein Streik im Nahverkehr, das Auto in der Werkstatt? Es gibt viele Gründe, spontan auf einen Mietroller umzusteigen. Zwar sind diese in vielen Städten verfügbar und mit 50 ccm Hubraum auch mit Autoführerschein fahrbar, erklärt der Tüv Süd.

Aber gerade Ungeübte ohne spezielle Fahrstunden sollten besonders vorsichtig sein. Mit der Fahrweise machen sie sich besser in bekannter und wenig befahrener Umgebung vertraut. Denn die Fahrdynamik der 100 bis 130 Kilo schweren Roller ist anders als bei Fahrrädern.

Speziell auf rutschigen Straßen im Winter kommt es auf die richtige Dosierung beim Bremsen an. Wer vorn zu stark bremst, riskiert ein Wegrutschen. Wer nur hinten bremst, verzögert vielleicht zu wenig.

Da viele der kleinen Roller kein ABS haben, weicht man dann wie folgt aus: Vor dem Hindernis bremsen die Piloten, lösen die Griffe dann wieder, umfahren das Hindernis und bremsen dann wieder. Vor allem das müsse geübt werden, rät der Tüv Süd. Er fordert dazu auf, besonders im Winter die Fahrbahn genau zu «lesen»: Kanaldeckel sind oft Glättefallen, da dort die Bodenwärme fehlt und sich schneller Eis bilden kann. Aber auch ohne Eis sind die Deckel bei Nässe sehr rutschig. Gefahr droht auch an Kreuzungen und Ampeln: Schnee fällt dort von Fahrzeugen und wird zu eisigen Stellen plattgefahren.

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