Tipps und Ideen
Wie das Fahrrad fit für den Frühling wird

Münster -

Viele Münsteraner und Münsterländer nutzen ihre Leeze ganzjährig als normales Verkehrsmittel. Doch mancher holt das Fahrrad erst aus dem Keller, wenn die Temperaturen steigen. Wir geben Ratschläge für die, die im Frühjahr wieder vermehrt aufsatteln wollen.

Mittwoch, 22.04.2020, 14:25 Uhr aktualisiert: 22.04.2020, 15:53 Uhr
Tipps und Ideen: Wie das Fahrrad fit für den Frühling wird
Ein Mann fährt mit dem Fahrrad auf einem Radweg. Foto: Annette Riedl/dpa

Rechtzeitig mit dem Rad‐Check zu beginnen, ist das A und O, denn nur so bleibt vor der ersten Tour noch ausreichend Zeit für unvorhergesehene Reparaturen. Im ersten Schritt ist die richtige Grundausstattung wichtig: Wassereimer, Putzmittel, Kettenöl und Bürste dürfen nicht fehlen.

Die Kette ist meist das am hartnäckigsten verdreckte Teil. Deshalb fängt man bei der Reinigung am besten hier an. Für groben Dreck nutzt man eine spezielle Kettenbürste, die durch die Form ihrer Nylonborsten das Säubern von Kette, Kassetten und Kettenblättern vereinfacht. Alternativ geht auch eine alte Zahnbürste. Anschließend lässt man die Kette einfach durch einen trockenen Lappen laufen und entfernt so das alte Kettenöl und den restlichen Schmutz. Wichtig ist, gleich auch auf Verschleiß zu überprüfen. Den Austausch nimmt im Fall der Fälle der Fachmann vor. 

Schneller Test

Für einen ersten Bremsen‐Check eignet sich ein schneller Test: Berührt der Bremshebel beim Anziehen den Fahrradgriff, ist ein Service zwingend fällig. Entweder müssen die Bremszüge nachgestellt werden, die Bremsleitung entlüftet oder der Austausch eines verschlissenen Bremsbelags steht an. Bei Felgenstoppern zeigen Kerben in den Bremsklötzen auch dem Laien, ob es noch Reserven gibt. Bei Scheibenbremsen gilt der Richtwert von einer Mindestbelagdicke von 1,5 Millimetern. Bei Felgenbremsen macht ein bisschen Öl in der Öffnung der Zughülle und am Bremsgriff den Bodenzug leichtgängiger. Keinesfalls darf Öl auf die Bremsbeläge kommen.

Reifen und Felgen

Beim Prüfen der Bremsen lohnt sich zusätzlich der Blick auf Reifen und Felgen. Eine Rille auf der Felgenflanke zeigt beispielsweise an, ob die Felge wiederum verschlissen ist. Wenn das Rad beim Drehen schleift, kann eine „Acht“ der Grund dafür sein. Es kann sich aber auch Dreck im Schutzblech angesammelt haben und den Durchlauf verengen oder der Radschützer hat sich etwas verbogen. Das zeigt sich meist durch leicht reibende Geräusche und ist schnell beseitigt.

Den Reifen muss man auf Risse und Beschädigungen prüfen, kleine Eindringlinge in der Lauffläche sollte man entfernen, bevor sie sich zum Schlauch durchfressen.

Richtige Schmierung

Für die längere und bessere Funktion der Kette ist die richtige Schmierung Pflicht. Dabei helfen spezielle Schmiermittel. Anschließend lässt man die Kette kurz durch einen fusselfreien Lappen laufen, der überschüssiges Öl aufnimmt. 

Außerdem sind bei einer kurzen Testfahrt am besten die Gänge zu überprüfen. Bei Nabenschaltungen muss man lediglich den Schaltzug am Schalthebel nachstellen, bei Kettenschaltungen dürfen auch gerne einmal die passenden Schräubchen am Schaltwerk bedient werden.

Schrauben überprüfen

Bereits ein kurzes Anheben und Fallenlassen des Rades verrät, ob eine Schraube locker ist. Aber auch ohne Klappern überprüft man vorsichtshalber die Schrauben an den tragenden Bauteilen wie Vorbau, Lenker, Gepäckträger, Schutzblechen, Kurbeln und Kettenblättern. 

Der passende Reifendruck hat immensen Einfluss auf Rollwiderstand, Pannenschutz und Haltbarkeit. Für einen ersten Überblick hilft ein präziser Reifendruckmesser. Beim Aufpumpen darf im heimischen Keller eine Standpumpe mit Manometer ebenfalls nicht fehlen. Wer sich unsicher ist, wie viel Bar passend sind, der findet die Angaben zum zulässigen Minimal‐ und Maximaldruck auf der Reifenflanke. 

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