Corona-Effekt
Sprit ist günstig - Hamstern aber gefährlich

Ein für Verbraucher günstiger Corona-Effekt sind sinkende Öl- und Spritpreise. Experten raten aber dringend davon ab, jetzt Sprit in großen Reservekanistern zu hamstern.

Donnerstag, 23.04.2020, 17:41 Uhr aktualisiert: 23.04.2020, 17:46 Uhr
Sprit ist in Corona-Zeiten günstig - Autofahrer sollten aber nicht auf die Idee kommen, jetzt größere Kanister vollzutanken und sie im Auto zu lagern.
Sprit ist in Corona-Zeiten günstig - Autofahrer sollten aber nicht auf die Idee kommen, jetzt größere Kanister vollzutanken und sie im Auto zu lagern. Foto: Christin Klose

Berlin/München (dpa/tmn) - Die Corona-Krise lässt die Spritpreise purzeln. Jetzt volltanken, ja - aber Sprit hamstern? Nein, viel zu gefährlich. Aus Sicherheitsgründen raten Auto Club Europa ( ACE ) und ADAC, nicht mehr als zehn Liter im Auto zu transportieren.

Ansonsten könne das bei einem Unfall, einer schärferen Bremsung oder einem undichten Behälter katastrophale Folgen haben, warnt ACE-Sprecher Sören Heinze . «Die erheblichen Risiken beim Transport und bei der Einlagerung sind ein paar Euro Ersparnis nicht wert.» Und einen vollen Kanister führt man auch besser nur gezielt für geplante längere Strecken als Reserve mit und lässt ihn nicht permanent im Kofferraum.

Wer Reservekanister aus Kunststoff nutzt, sollte sie nach fünf Jahren erneuern. Sonst besteht die Gefahr, dass giftige und entzündliche Dämpfe austreten können. Heinze rät, beim Neukauf auf die Normen DIN 16904 und DIN 7274 bei Metallkanistern zu achten. Autofahrer sollten außerdem nie andere Gefäße wie Wasserflaschen oder Wasserkanister zweckentfremden, um Sprit zu transportieren.

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