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Auto
Was ist bei der Wahl des richtigen Reifens zu beachten?

Der Kauf neuer Reifen sollte ganz bewusst erfolgen, denn sie tragen maßgeblich zur Sicherheit beim Autofahren bei. Sie bilden die wichtigste Kontaktfläche zwischen Auto und Straße. Doch worauf kommt es bei der Auswahl an? Welche Reifen sind wann geeignet? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Arten und in welchem Zustand sollten die Pneus sein? Dies alles wird im folgenden Ratgeber erläutert.

Dienstag, 12.05.2020, 12:04 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 12:11 Uhr
Auto: Was ist bei der Wahl des richtigen Reifens zu beachten?
Foto: Colourbox.de

Reifen kaufen - worauf kommt es an?

Qualitative Reifen sorgen für die eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer. Auch das Fahrverhalten des Autos wird dadurch maßgeblich beeinflusst. Im Handbuch und in der Fahrzeugzulassung sind die kompatiblen Reifenarten und passende Reifengröße aufgelistet. Online ist die Auswahl umfangreich. Hier finden Sie eine große Auswahl an PKW-Reifen von bekannten Herstellern in hoher Qualität. Um die richtigen Pneus auszuwählen, muss folgendes ermittelt werden:

  • korrekte Reifengröße
  • Nenngeschwindigkeit
  • Lastindex: Dieser gibt an, wie schwer der Reifen belastet werden darf.
  • Der Geschwindigkeitsindex legt die zulässige maximale Geschwindigkeit fest

Profiltiefe beachten

Zudem ist die richtige Profiltiefe wichtig. 1,6 mm schreibt der Gesetzgeber vor, denn mit abnehmender Tiefe verschlechtert sich das Fahrverhalten. Der ADAC rät jedoch bei Sommerreifen zu mindestens 3 und bei Winterreifen 4 mm Profiltiefe. Bei einem stark reduzierten Profil verringert sich die Bodenhaftung, vor allem bei Nässe. Dadurch kann der Wagen ins Schleudern kommen. Das Wasser wird nicht genügend verdrängt, sodass die Gefahr für Aquaplaning ansteigt. Es mangelt an Grip und die Brems- und Ausweichmanöver werden erschwert und verlängert. Die Profiltiefe kann mit einer Ein-Euro-Münze gemessen werden, da der goldene Rand 3 mm breit ist.

Reifenalter

Das Alter der Reifen spielt ebenso eine entscheidende Rolle. Die Beschaffenheit nutzt sich im Laufe der Jahre ab. Dadurch geht die Haftung verloren, sodass die Sicherheit mit zunehmendem Reifenalter abnimmt. Es kommt zu Veränderungen hinsichtlich des Bremsverhaltens und Rollwiderstands. Um die Sicherheit zu gewährleisten, ist es wichtig, die Pneus regelmäßig auf Risse und Verschleißerscheinungen zu überprüfen. Bei intensiver Nutzung müssen sie oftmals schon nach vier Jahren und generell nach sechs bis maximal acht Jahren durch neue Reifen ersetzt werden. Wie alt sie sind, verrät die vierstellige DOT-Nummer, die auf der Reifenflanke zu finden ist. Beispiel: Pneus mit der DOT-Nummer 0217 wurden in der zweiten Woche des Jahres 2017 produziert.

Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen

Die Fahrbedingungen verändern sich während des Jahres. Beim Kauf der Reifen gilt es daher, die Witterungsbedingungen und gesetzlichen Bestimmungen zu berücksichtigen. So müssen je nach Jahreszeit Sommer- oder Winterreifen aufgezogen werden. Eine Alternative sind Allwetterreifen. Folgendes gibt es zu beachten:

Winterreifen

Das Laufflächenprofil der Winterreifen wurde dafür konzipiert, kalten Temperaturen standzuhalten und auf Schnee und Schneematsch effektiv zu fahren. Sie ermöglichen bei winterlichen Straßenverhältnissen ein besseres Fahrverhalten. Winterreifen bleiben auch bei Kälte geschmeidig und sind resistent gegen Versprödung. Das spezielle Lamellen-Profil greift auf Eis und Schnee besonders gut und verkürzt die Bremswege. Das Risiko eines Aquaplanings wird dank der optimalen Wasserverdrängung effektiv verringert. Die Abkürzung M+S steht für Matsch und Schnee und verdeutlicht, dass die Winterreifenverordnung erfüllt ist. Experten raten jedoch zu Reifen, die neben der M+S-Kennzeichnung zusätzlich noch das Schneeflockensymbol aufweisen.

Sommerreifen

Von O bis O, das heißt, Ostern bis Oktober, dauert die Saison für die Sommerreifen. Sie sorgen bei warmem Wetter für guten Grip, ideales Handling und kürzere Bremswege auf trockenem Untergrund. Durch die spezielle Gummimischung sind sie bei hohen Temperaturen unelastisch. Dies führt im Vergleich zu Winterreifen zum geringeren Rollwiderstand sowie weniger Abnutzung. Auf nassen Straßen bieten Sommerreifen eine optimale Haftung. Die Temperaturen sollten über 7 Grad betragen, wenn mit Sommerreifen gefahren wird.

Ganzjahresreifen

Die Ganzjahresreifen verbinden die Vorteile der Winter- und Sommerreifen, sodass sie ganzjährig bei verschiedenen Witterungsverhältnissen verwendet werden können. Sie eignen sich für Wenigfahrer, die in Gebieten mit moderatem Klima leben. Grundsätzlich ist die Verwendung von Allwetterreifen günstiger, denn es wird nur ein Satz Reifen benötigt. Sie sind jedoch immer ein Kompromiss, der eventuell auf Kosten der Sicherheit geht. Ganzjahresreifen sind nicht mit der Leistung hochwertiger Winterreifen vergleichbar. Wer in einer schneereichen Region wohnt, sollte Winterpneus aufziehen. Im Vergleich zu Sommerreifen sind die Bremswege länger und die Lenkpräzision ist etwas schlechter.

Zusammenfassung

Autoreifen beeinflussen maßgeblich das Fahrverhalten , da sie das Bindeglied zwischen dem Wagen und der Straße sind. Sie haben einen sehr großen Einfluss auf die Verkehrssicherheit. Je nach Automodell, Untergrund, Wetterbedingungen und Temperaturen ist es wichtig, sich für die richtigen Pneus zu entscheiden. Die meisten Autofahrer wechseln zwischen Sommer- und Winterreifen, denn Letztere bleiben dank der kälteresistenten Gummimischung selbst bei Minus-Graden elastisch, sodass eine bessere Haftung gewährleistet ist. Als Alternative werden Ganzjahresreifen angeboten. Sie eignen sich für Wenigfahrer, die vorrangig auf gut geräumten Straßen in schneearmen Regionen unterwegs sind. Die Mindestprofiltiefe sollte bei Sommerreifen 3 und bei Winterreifen 4 mm betragen.

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