Flocke auf der Flanke
Daran erkennen Sie sichere Winterreifen

Von Oktober bis Ostern nur auf Winterreifen - so lautet eine alte, aber noch immer gültige Faustregel. Wer neue braucht oder seine alten aufzieht, sollte auf ein bestimmtes Zeichen am Reifen achten.

Mittwoch, 14.10.2020, 14:37 Uhr aktualisiert: 14.10.2020, 14:42 Uhr
Alle Winterreifen, die seit dem 1. Januar 2018 hergestellt wurden, brauchen das Berg-Schneeflocke-Symbol, um als wintertaugliche Bereifung durchzugehen.
Alle Winterreifen, die seit dem 1. Januar 2018 hergestellt wurden, brauchen das Berg-Schneeflocke-Symbol, um als wintertaugliche Bereifung durchzugehen. Foto: Robert Günther

Stuttgart (dpa/tmn) - Sind Ihre Reifen als Winterreifen zugelassen? Dann werfen Sie einen Blick auf die Flanken: Nur mit dem Symbol «Berg mit Schneeflocke» sind Reifen, die seit 2018 produziert worden sind, also wintertauglich zugelassen. Darauf macht Dekra aufmerksam. Dieses nötige Zeichen bekommen Reifenmodelle nur nach einem Vergleichstest, so die Expertenorganisation.

Es gibt auch noch ein altes Symbol

Dieses Piktogramm hat das alte «M+S»-Zeichen abgelöst. Bis Ende 2017 hergestellte Reifen mit diesem Symbol dürfen noch bis 30. September 2024 auf winterlichen Straßen gefahren werden. Allerdings müssen sie zumindest noch das gesetzliche Minimum von 1,6 Millimeter Restprofil aufweisen. Experten raten aber zu mindestens 4 Millimetern.

In Deutschland gilt die sogenannte situative Winterreifenpflicht. Bei winterlichen Straßenverhältnissen darf nur derjenige fahren, der wintertaugliche Bereifung aufgezogen hat. Wer sich nicht dran hält, riskiert nicht nur einen Punkt in Flensburg und Bußgelder von 60 bis 120 Euro, sondern riskiert unter Umständen einen Teil des Versicherungsschutzes.

Unfall auf Sommerreifen - die Versicherung kann kürzen

Bei einem Unfall mit Sommerreifen auf winterlichen Straßen, kann eine Kaskoversicherung das als grob fahrlässige Handlung werten und ihre Leistungen kürzen. Die Kfz-Haftpflicht übernimmt zwar stets den Schaden Dritter, kann bei unangemessener Bereifung allerdings den Versicherungsnehmer bis zu einer Höhe von 5000 Euro in Regress nehmen.

© dpa-infocom, dpa:201014-99-942546/2

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7631913?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F198%2F711292%2F215%2F
Nachrichten-Ticker