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Kurzzeitkennzeichen - alles Wissenswerte

Wenn ein Fahrzeug nicht zugelassen ist, darf es auf öffentlichen Straßen nicht bewegt werden. In diesem Fall schafft ein Kurzzeitkennzeichen Abhilfe. Was sich genau dahinter verbirgt, wie lange es gültig ist, wie und wo man es bekommt sowie für wen es sich eignet, wird nachfolgend erläutert.

Dienstag, 01.12.2020, 16:04 Uhr aktualisiert: 01.12.2020, 16:07 Uhr
Auto: Kurzzeitkennzeichen - alles Wissenswerte
Foto: Colourbox

Was ist ein Kurzzeitkennzeichen und wie lange gilt es?

Wer schon einmal ein Fahrzeug überführt oder eine Probefahrt gemacht hat, kennt das Kurzzeitkennzeichen. Es wird im Zuge einer Kfz-Zulassung ausgestellt, die zeitlich begrenzt ist. In bestimmten Situationen ist es möglich, damit abgemeldete Autos zu fahren. Das Nummernschild ist maximal fünf Tage lang gültig. Danach kann es entsorgt werden. In optischer Hinsicht unterscheidet es sich durch die blaue Stempelplakette und das gelbe Feld, das sich anstatt des blauen Eurofeldes auf der linken Seite am rechten Rand befindet. Darauf ist erkennbar, wann die Gültigkeit des Kennzeichens abläuft. Ein Kurzzeitkennzeichen kann lediglich für ein verkehrstaugliches Fahrzeug genutzt werden. Einen Werktag vorher muss es abgemeldet worden sein.

Wo bekommt man ein Kurzzeitkennzeichen?

Diese Kennzeichen können bei der zuständigen Zulassungsbehörde beantragt werden. Seit 2015 ist dies auch am Fahrzeugstandort möglich. Im Vorfeld ein Kurzzeitkennzeichen ausstellen zu lassen, funktioniert nicht. Mit dem Tag, an dem man zur Zulassungsstelle geht, beginnt die Gültigkeit. Genau wie die herkömmlichen Varianten enthalten die Kennzeichen das Kürzel des Zulassungsbezirks und eine Nummer. Eine wechselnde Nutzung des Schilds an verschiedenen Fahrzeugen ist unzulässig. Ohne Hauptuntersuchung (TÜV) sind lediglich die Fahrt zur Prüfstelle und zurück sowie für die Durchführung der Untersuchung erlaubt. Das Gleiche gilt für Fahrten zur Werkstatt für eine Reparatur, wenn Mängel festgestellt wurden, aber das Fahrzeug als verkehrstauglich gilt. Ist es abgemeldet, wird auf dem Weg zur Zulassungsstelle kein Kurzzeitkennzeichen benötigt. Eine Voraussetzung ist zudem eine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung mit elektronischer Versicherungsbestätigung (eVB). Sie ersetzt die ehemalige Versicherungs-Doppelkarte und weist nach, dass ein Haftpflichtversicherungsschutz besteht.

Folgende Dokumente müssen bei der Beantragung vorgelegt werden:

- Personalausweis oder Reisepass
- Fahrzeugschein oder -brief
- Gültige HU
- eVB-Nummer
- Unternehmen: Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug

Die Kosten belaufen sich auf 25 bis 35 Euro.

Achtung:

Ein kurzzeitiges Kennzeichen darf nicht für die Überführung eines Autos aus dem Ausland verwendet werden. Andersherum besteht Versicherungsschutz. Zu prüfen ist, ob die Behörden des Landes die Einreise mit dem Kurzzeitkennzeichen erlauben . Für eine Überführung ins Ausland muss zusätzlich die grüne Karte beantragt werden.

Zusammenfassung

Kurzzeitkennzeichen gelten maximal fünf Tage. Sie eignen sich beispielsweise, um ein nicht zugelassenes Fahrzeug zu überführen oder Probe zu fahren. Eine gültige Hauptuntersuchung und die Abmeldung des Wagens mindestens einen Tag vorher sind Pflicht. Die Laufzeit fängt mit dem Tag an, an dem das Kurzzeitkennzeichen bei der Zulassungsstelle beantragt wird.

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