Start im Juni
Neue Mercedes C-Klasse kommt als Limousine und Kombi

Die heutige C-Klasse startete vor fast 40 Jahren als W 201 und bekam den Spitznamen «Baby-Benz». Im Sommer bringt Mercedes eine neue Generation seines Verkaufsschlagers auf den Markt. Was ist neu?

Dienstag, 23.02.2021, 14:03 Uhr aktualisiert: 23.02.2021, 14:06 Uhr
Mercedes bringt die neue C-Klasse zeitgleich als viertürige Limousine (l) und als traditionell T-Modell genannten Kombi (r) auf den Markt.
Mercedes bringt die neue C-Klasse zeitgleich als viertürige Limousine (l) und als traditionell T-Modell genannten Kombi (r) auf den Markt. Foto: Daimler AG

Stuttgart (dpa/tmn) - Die neue Mercedes C-Klasse startet im Doppelpack: Wenn im Juni die nächste Generation des Mittelklasse-Modells in den Handel kommt, bieten die Schwaben erstmals Limousine und Kombi auf Anhieb gemeinsam an. Das hat der Hersteller jetzt zur digitalen Weltpremiere der intern W 206 genannten Baureihe mitgeteilt und den Vorverkaufsstart für März angekündigt.

Preise nannte Mercedes noch nicht. Doch ist angesichts des deutlichen Wachstums und der erweiterten Ausstattung kaum davon auszugehen, dass der aktuelle Startpreis von 35 670 Euro zu halten sein wird.

Gegenüber dem Vorgänger legt die C-Klasse in der Länge um knapp sieben und im Radstand um beinahe drei Zentimeter zu und misst nun in beiden Karosserievarianten 4,75 Meter. Der Kofferraum bleibt mit 455 Litern für die Limousine unverändert und legt beim T-Modell mit 490 bis 1510 Litern um 30 Liter zu. Deutlich mehr Raumgewinn verspricht Chefingenieur Christian Früh allerdings für die Insassen, die vor allem im Fond mehr Knie-, Kopf- und Schulterfreiheit erwartet.

Mehr Dynamik - bei Optik und Technik

Außerdem gibt es ein neues Interieur, das sich mit einem frei stehenden Display hinter dem Lenkrad und einem Bildschirm vor der Mittelkonsole an der gerade vorgestellten S-Klasse orientiert. Obwohl geräumiger als zuvor und komfortabel wie eh und je will die C-Klasse sportlicher und agiler sein. Dafür stehen beim Design die Ausbuchtungen (Powerdomes) auf der Motorhaube und der obligatorische Zentralstern im Kühler anstelle des Sterns auf der Motorhaube.

Beim Fahrwerk setzt man zudem erstmalig in der C-Klasse auf eine Hinterachslenkung. Sie verringert den Wendekreis laut Mercedes um etwa einen halben Meter und lässt die C-Klasse entsprechend handlicher wirken.

Auch ein Plug-in-Hybrid macht sich startklar

Unter der Haube rüstet Mercedes dagegen ab: Zumindest diesseits der AMG-Sportmodelle baut Mercedes nur noch Vierzylinder ein. Diese allerdings werden alle mit einem 48-Volt-Generator elektrifiziert. Zunächst reicht die Bandbreite laut Früh bei den Benzinern vom C 180 mit 1,5 Litern Hubraum und 125 kW/170 PS bis zum 2,0 Liter großen C 300 mit 190 kW/258 PS sowie einem C 220 d mit 147 kW/200 PS oder einem C 300 d mit 195 kW/265 PS bei den jeweils 2,0 Liter großen Dieseln.

Noch in diesem Jahr soll es auch die ersten Versionen mit Plug-in-Hybrid und einer elektrischen Reichweite von mehr als 100 Kilometern geben. Diese plant Mercedes als Benziner und Diesel mit Heck- oder Allradantrieb. Zwar ist das zeitgleiche Debüt des T-Modells eine Premiere für die C-Klasse.

Doch darf man daraus nicht auf eine üppige Modellfamilie schließen: Eine Neuauflage von Coupé und Cabrio jedenfalls wollen die Schwaben angesichts des aktuellen Sparkurses nicht bestätigen. Dafür lässt sich das T-Modell offenbar vom SUV-Virus anstecken: Noch in diesem Jahr soll es deshalb laut Chefingenieur Christian Früh wie in der E-Klasse einen Offroad-Kombi namens Allterrain mit mehr Bodenfreiheit und rustikalen Anbauteilen geben.

© dpa-infocom, dpa:210223-99-558578/3

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