Eine Nummer zuverlässiger
Der Toyota Aygo als zuverlässiger Kleinwagen

Als Gebrauchtwagen gilt der Toyota Aygo als technisch zuverlässig. Die meisten Baujahre schneiden beim ADAC mit der Bestnote ab. Eine Schwachstelle hat das Modell dennoch.

Dienstag, 08.01.2019, 04:58 Uhr aktualisiert: 08.01.2019, 05:02 Uhr
Kleiner Japaner mit nicht ganz weißer Weste: Während die Tüv-Prüfer dem Toyota Aygo einiges ankreiden, überzeugt er meist in der Pannenstatistik des ADAC.
Kleiner Japaner mit nicht ganz weißer Weste: Während die Tüv-Prüfer dem Toyota Aygo einiges ankreiden, überzeugt er meist in der Pannenstatistik des ADAC. Foto: Toyota

Berlin (dpa/tmn) - Er ist der aggressivste im Bunde: Seit dem Modellwechsel von 2014 trägt der Toyota Aygo einen x-förmigen Bug. Und der selbstbewusste Auftritt des Kleinwagens hat seine Berechtigung.

Zumindest im Vergleich mit seinen braver gezeichneten Geschwistern Citroën C1 und Peugeot 107 ist er das technisch zuverlässigere Auto. Das zeigt sein Abschneiden bei der Hauptuntersuchung ( HU ). Aber man muss die Sache relativ betrachten - denn seine Eigenheiten hat auch die japanische Variante.

«Bremsen und Beleuchtung machen schon in jungen Jahren häufig Ärger», so der «Auto Bild Tüv Report 2019». Konkret: Das Abblendlicht zeigt sich schon bei der ersten HU als problematisch, genau wie die Bremsscheiben und die Fußbremse, die auch beim vierten und fünften Check überdurchschnittlich häufig durchfällt. Bei der zweiten Untersuchung im Fahrzeugalter von fünf Jahren gesellen sich Bremsleitungen dazu. Das solide Fahrwerk poliert die Bilanz dagegen auf.

Beim ADAC hinterlässt der Aygo sogar den Eindruck eines «Musterschülers», wie der Club mit Blick auf seine aktuelle Pannenstatistik mitteilt. Die meisten Baujahre gehörten darin zu den besten Autos. Lediglich die ganz jungen Modelle schnitten im Vergleich zu anderen Pkw nur mit einem «gut» ab. Bei den älteren Aygos vom Baujahr 2008 und 2010 sorgen marode Auspuffrohre und -töpfe für Panneneinsätze.

Der 3,46 Meter kurze Aygo fährt seit 2014 in zweiter Generation. Gegenüber dem Vorgänger, der ab 2005 auf dem Markt war und zweimal geliftet wurde, misst er vier Zentimeter mehr. Mit einem Wendekreis von 9,60 Meter ist er seit eh und je ein wendiges Auto, aber auch das Raumangebot ist für sein Format zufriedenstellend. Der Schleuderschutz ESP ist seit 2012 in allen Varianten serienmäßig. Mittlerweile gibt es Komfortmerkmale wie Klimaautomatik oder Apple CarPlay. Das letzte Facelift wurde Mitte 2018 durchgeführt.

Mit der zweiten Generation wurde der 1,4-Liter-Diesel mit 40 kW/54 PS ausrangiert, der einen 1,0-Liter-Benziner mit 50 kW/68 PS ergänzt hatte. Seitdem gibt es nur noch den Dreizylinder-Ottomotor, der in überarbeiteten Varianten 51 kW/69 PS (2014 bis 2018) und 53 kW/72 PS (seit Mitte 2018) generiert - und wahlweise mit einem automatisierten Fünfgang-Getriebe kombiniert ist. Mit um die vier Liter Normverbrauch (noch nach NEFZ), ist der Aygo ein sparsames Auto.

Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 3550 Euro vermerkt der «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand einen dreitürigen Aygo 1.0 von 2012 mit dem 50 kW/68 PS-Benziner und nennt eine Laufleistung von 76 000 Kilometern. Ein 2017er Aygo 1.0 mit 51 kW/69 PS und fünf Türen ist mit 7150 Euro vermerkt (20 000 Kilometer). Das gleiche Auto drei Jahre jünger ist mit 5100 Euro und 54 000 Kilometern eingetragen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6305317?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F198%2F711292%2F215%2F1724193%2F
Entwicklung spitzt sich zu: Steht UKM-Chef Nitsch vor dem Aus?
Weithin sichtbar: Die Türme des münsterischen Universitätsklinikums, deren Außenhaut in den zurückliegenden Jahren komplett saniert wurde. Im Innern gibt es Streit – über den Führungsstil des Ärztlichen Direktors und die mangelnde Finanzausstattung durch das Land.
Nachrichten-Ticker