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Viren-Attacke über Werbebanner - Software aktualisieren

Berlin/Bonn (dpa/tmn) - Über Werbebanner zahlreicher renommierter und vielbesuchter Webseiten vom Nachrichtenmagazin bis zur Job-Börse kann derzeit Schadsoftware auf Windows-Rechner gelangen. Experten raten zur Aktualisierung vorhandener Adobe-Software.

Freitag, 05.04.2013, 14:33 Uhr aktualisiert: 05.04.2013, 15:18 Uhr

Über Werbebanner zahlreicher renommierter und vielbesuchter Webseiten vom Nachrichtenmagazin bis zur Job-Börse kann derzeit Schadsoftware auf Windows-Rechner gelangen. Für eine Infektion reicht allein der Besuch der Webseite mit manipulierten Werbebannern, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) . Deshalb stelle der Angriff eine besonders große Bedrohung dar.

Die Online-Kriminellen hinter den Attacken nutzen den Angaben zufolge Schwachstellen in Java, dem Adobe Reader, in Adobe Flash oder dem Internet Explorer aus. Nutzer sollten daher dringend prüfen, ob sie die neueste Version dieser Programme installiert haben und diese gegebenenfalls aktualisieren, raten die Experten.

Ziel der Angriffe sei es, über die manipulierten Banner und etwaige Sicherheitslücken in den genannten Programmen Schadsoftware wie Online-Banking-Trojaner auf die Rechner zu schleusen. Um die Banner verändern zu können, hätten die Kriminellen in den vergangenen Tagen im großen Umfang Server kompromittiert, die Banner an alle möglichen Webseiten ausliefern. Darunter seien auch viele bekannte und teils vielbesuchte deutschsprachige Webseiten - die Palette reiche von Nachrichten-, Politik-, Lifestyle- und Fachmagazinen über Tageszeitungen bis zu Jobbörsen und Städteportalen.

Sinnvoll ist es, bei Java , Adobe Reader und Flash die automatische Updatefunktion zu aktivieren. Während des Installations- oder Updateprozesses sollten Nutzer darauf achten, dass sie keine weitere Software oder Browser-Suchleisten mitinstallieren, die angeboten werden.

Unabdingbar für die Sicherheit des Rechners ist neben einem aktuellen Virenschutz und aktivierter Firewall auch die Aktualität sämtlicher installierter Software und vor allem die des Betriebssystems. Bei Windows sollten Anwender ebenfalls die automatische Updatefunktion aktivieren. Darüber wird auch der Internet Explorer upgedatet.

Wer die übrigen Programme nicht ständig auf Aktualität prüfen möchte, kann etwa die Freeware Pecunia PSI nutzen. Sie schlägt Alarm, wenn es ein Programm mit Sicherheitslücken auf dem Rechner findet. Allerdings sollte Pecunia so eingestellt sein, dass neue Versionen manuell installiert werden müssen. Im Automatik-Modus installiert die Freeware sonst manchmal vorschnell die englische Sprachversion von Programmen.

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