Urteil
Muss ich für Restguthaben die Prepaid-Karte zurückgeben?

Geld gegen SIM-Karte: Einige Mobilfunkanbieter knüpfen die Auszahlung des Restguthabens an die Rückgabe der Prepaid-Karte. Doch ist das überhaupt erlaubt?

Donnerstag, 23.05.2019, 10:53 Uhr aktualisiert: 23.05.2019, 10:56 Uhr
Befindet sich auf der Prepaid-Karte noch ein Restguthaben, sollen Nutzer oft erst die Karte zurücksenden, bevor sie das Geld erhalten. Zulässig ist diese Praxis nicht.
Befindet sich auf der Prepaid-Karte noch ein Restguthaben, sollen Nutzer oft erst die Karte zurücksenden, bevor sie das Geld erhalten. Zulässig ist diese Praxis nicht. Foto: Bernd Thissen

Düsseldorf (dpa/tmn) - Haben Prepaid-Kunden nach Vertragsende noch Restguthaben, wollen sie sich diese Summe gerne auszahlen lassen. Verlangt ein Mobilfunkanbieter, dass man dafür zunächst die nicht mehr genutzte SIM-Karte zurückschicken muss, ist das nicht rechtens.

Folgendes Urteil des Landgerichts Düsseldorf (Az.: 12 O 264/18) hat die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) erwirkt:

In dem Fall hatten die Verbraucherschützer gegen einen Anbieter geklagt, der so eine Klausel in seinen Mobilfunkverträgen hatte. Die Bedingung - erst SIM-Karte, dann Guthaben-Auszahlung - habe die Firma inzwischen aus seinen Geschäftsbedingungen gestrichen. Das Urteil ist nach Angaben der Verbraucherschützer noch nicht rechtskräftig.

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