Bloatware-Umfrage
Vorinstallierte Apps werden kaum angerührt

Neue Smartphones kommen meist mit jeder Menge Apps huckepack. Wie praktisch, könnte man meinen. Doch Verbraucher empfinden die «Beigaben» eher als Zumutung.

Mittwoch, 28.08.2019, 11:31 Uhr aktualisiert: 28.08.2019, 11:36 Uhr
Was ist das alles - und was soll ich damit anfangen? Smartphone-Käufer werden oft von jeder Menge vorinstallierter Apps überrascht, die sie weder benötigen noch wollen.
Was ist das alles - und was soll ich damit anfangen? Smartphone-Käufer werden oft von jeder Menge vorinstallierter Apps überrascht, die sie weder benötigen noch wollen. Foto: Andrea Warnecke

Düsseldorf (dpa/tmn) - Vorinstallierte Apps auf neuen Smartphones könnten praktisch sein. Doch in der Praxis rührt die große Mehrheit der Smartphone-Nutzer ab 16 Jahren (81 Prozent) den überwiegenden Teil der bereits vom Hersteller aufgespielten Anwendungen nicht an.

Und drei Viertel (75 Prozent) der Befragten hat schon einmal die Erfahrung gemacht, vorinstallierte Apps nicht löschen oder nur deaktivieren zu können. Dabei ist fast jedem (92 Prozent) wichtig, solche Apps entfernen zu können. Das geht aus einer Umfrage der Hopp-Marktforschung im Auftrag der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hervor.

Herstellerinformationen scheinen bei diesem Thema Mangelware: Dass sie vor dem Kauf nicht oder nicht genau wussten, welche Apps vorinstalliert sein würden, gaben knapp sieben von zehn (69 Prozent) Smartphone-Nutzern an.

Rund neun von zehn Befragten (89 Prozent) stört an den vorinstallierten, aber unerwünschten Apps (Bloatware), dass die nicht genutzte Anwendungen trotzdem Smartphone-Ressourcen wie Speicherplatz oder Energie verbrauchen. Drei Viertel (75 Prozent) befürchten zudem, dass die ungewollten Apps selbst ohne aktive Nutzung im Hintergrund persönliche Daten sammeln könnten.

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