Nachrichten aus dem Netz
Gegen Fake News: Skepsis ist gut, Faktencheck ist besser

Sachliche Debatten im Netz sind selten. Statt neutraler Argumente gibt es oft nur geballte Emotionen. Umso wichtiger, kritisch zu bleiben - aber wie?

Freitag, 01.11.2019, 12:32 Uhr aktualisiert: 01.11.2019, 12:36 Uhr
Im Netz kursieren jede Menge gefälschter Nachrichten. Sie zu erkennen, ist oft nicht einfach.
Im Netz kursieren jede Menge gefälschter Nachrichten. Sie zu erkennen, ist oft nicht einfach. Foto: Christin Klose

Berlin/Bonn (dpa/tmn) - In den sozialen Netzwerken geht es bekanntlich oft wenig sozial zu - und vor allem nicht immer wahrheitsgemäß. Da ist Aufmerksamkeit gefragt: Es gilt, gefälschte Nachrichten zu entlarven und Freunde rasch zu warnen, rät die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Manche gefälschte Nachrichten und Webseiten wirken direkt dubios, andere auf den ersten Blick sehr professionell. Die bpb ruft daher zum Quellencheck auf: Berichten auch andere Medien von dieser Nachricht? Hat die Webseite ein Impressum? Die Webauftritte sind oft bewusst irreführend und sehen wie professionelle Nachrichtenseiten aus. Ist die Seite unbekannt, lohnt es sich, den Namen in eine Suchmaschine einzugeben. Das Ergebnis sind oft warnende Artikel.

Portale und Seiten, die sich das Überprüfen von Fakten zur Aufgabe gemacht haben, konnten schon so manches weit verbreitete Gerücht als unwahr enttarnen. Bevor man Meldungen mit Freunden teilt, ist es aber nicht nur wichtig, die Richtigkeit zu überprüfen. Nutzer sollten laut bpb auch ihre Gefühle beim Lesen von Nachrichten und Posts reflektieren. Viele Falschmeldungen provozieren nämlich absichtlich starke Emotionen, sei es Zustimmung oder Wut.

Fällt einem eine Desinformation auf, ist ein erster Schritt, den eigenen Freundeskreis zu informieren. Dann sollte eine Richtigstellung erfolgen. Hierbei bringt es aber teils nur wenig, der Behauptung in den Kommentaren zu widersprechen. Das überzeugt Andersdenkende selten. Um aufzuklären, sollte man die richtige Antwort am besten erklären und belegen. Dazu empfiehlt die bpb, Menschen oder Medien zu zitieren, denen auch die Gegenseite vertraut.

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