Ende eines Cloud-Anbieters
Wer nicht schnell sichert, verliert alle Daten

Cloud-Dienste, die Onlinespeicher auf Servern bereitstellen, sind praktisch und in einem bestimmten Umfang oft sogar kostenlos. Allerdings haben Gratis-Clouds einen gravierenden Nachteil.

Mittwoch, 13.11.2019, 11:15 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 11:22 Uhr
Fotos sollten regelmäßig auch auf einer externen Festplatte gesichert werden und nicht nur in einer Cloud.
Fotos sollten regelmäßig auch auf einer externen Festplatte gesichert werden und nicht nur in einer Cloud. Foto: Christin Klose

Berlin (dpa/tmn) - Nutzer kostenloser Cloud-Dienste müssen generell damit rechnen, dass das Angebot vielleicht relativ kurzfristig eingestellt wird. Darauf weist die Stiftung Warentest hin und führt als aktuelles Beispiel den Foto-Onlinespeicher Irista des Kameraherstellers Canon an.

Das Unternehmen hat angekündigt, den Dienst abzuwickeln und Nutzer aufgefordert, ihre Fotos vor dem 31. Januar 2020 herunterzuladen. An diesem Tag werde Irista eingestellt.

Mitteilungen von Anbietern ernst nehmen

Einen Grund für das Aus habe Canon nicht genannt, berichtet «Test.de» . Nutzer von Online-Speichern sollten stets auf Mitteilungen der Anbieter achten und bei Ankündigung einer Schließung ihre Daten möglichst schnell herunterladen. Für Irista-Nutzer hat Canon beispielsweise einen Katalog von Fragen und Antworten zusammengestellt.

Wer seine Daten nicht innerhalb einer vom Anbieter gesetzten Frist sichere, riskiere den endgültigen Datenverlust. Denn insbesondere die Nutzung von Gratis-Clouds sei in alle Regel ohne Gewähr.

Cloud-Angebote werden öfter eingestellt

Irista ist den Experten zufolge kein Einzelfall. In letzter Zeit hätten bereits andere Anbieter wie Kodak, Google oder Dropbox kostenlose Cloud-Angebote zum Speichern von Fotos relativ kurzfristig abgewickelt. Grundsätzlich raten die Warentester dazu, Fotos regelmäßig auch auf einer normalen externen Festplatte zu sichern.

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