Großes Informationsbedürfnis
Vodafone stellt bei Social Media den Datenzähler aus

Das Informations- und Kommunikationsbedürfnis ist in Krisenzeiten wie jetzt besonders groß. Die Mobilfunk-Provider versuchen, ihren Kunden entgegenzukommen.

Dienstag, 24.03.2020, 14:16 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 14:22 Uhr
Mehrere Anbieter erhöhen derzeit gratis das Highspeed-Datenvolumen.
Mehrere Anbieter erhöhen derzeit gratis das Highspeed-Datenvolumen. Foto: Daniel Reinhardt

Düsseldorf (dpa/tmn) - Vodafone-Mobilfunkkunden verbrauchen bei der Nutzung vieler populärer sozialer Netzwerke vorerst keine Daten mehr. Mit dieser Änderung will das Unternehmen seinen Kunden nach eigenen Angaben die Kommunikation während der Corona-Krise erleichtern.

Die Regelung gilt bis auf Widerruf für die Nutzung von Facebook, Instagram, Twitter , Tiktok, Snapchat, Pinterest und Lovoo.

Um diese Netzwerke ohne Datenverbrauch nutzen zu können, muss man sich in der Mein-Vodafone-App nur für den sogenannten Social Pass registrieren. Das gilt für Privat- wie auch für Geschäftskunden.

Zehn Gigabyte extra bei der Telekom

In den Tagen zuvor hatten bereits andere Mobilfunkunternehmen ihre Konditionen aufgrund der Corona-Krise geändert. Bei der Telekom erhält jeder Mobilfunkkunde nun monatlich zehn Gigabyte (GB) Extra-Datenvolumen gratis. Die Aktion soll laut dem Unternehmen für Vertrags- wie für Prepaid-Kunden gelten und bis auf Widerruf gelten.

Damit das zusätzliche Highspeed-Datenvolumen bereitgestellt wird, muss es über die Mein-Magenta-App abgerufen werden. Auch Geschäftskunden profitieren den Angaben zufolge von den Extra-Daten, müssen aber auf ihrem Mobilgerät die Seite pass.telekom.de öffnen, um die zehn GB zu erhalten.

Telefónica hebt das Drossel-Tempo an

Wieder anders geht Telefónica die Sache an: Das Unternehmen hebt die Surfgeschwindigkeit ihrer Kunden nach dem Verbrauch des monatlichen Highspeed-Datenvolumens an. Statt mit den regulären 32 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) surfen Kunden der Konzernmarken O2 und Blau bis Ende April ohne Zusatzkosten dann mit 384 Kbit/s unbegrenzt weiter.

Gleiches gilt für Kunden von Discount-Anbietern wie Aldi Talk, die das O2-Netz nutzen. Die Bandbreite soll reichen, um die relevantesten Smartphone-Anwendungen ohne Zusatzkosten unlimitiert nutzen zu können. Dazu zählen das Surfen im Internet und Messenger-Telefonie.

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