Sonderveröffentlichung

Digitale
Wirtschaftliche Chancen im E-Commerce trotz Krise

Die Maßnahmen der Regierung aufgrund des Covid-19-Virus schränken das Leben auch im Münsterland sowie im benachbarten Osnabrücker Land sehr ein. Einkaufen im Laden ist oftmals nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Der E-Commerce auf der anderen Seite bietet sicheres Shoppen aus der Distanz. Damit entstehen im Online-Handel Chancen. Man darf aber auch die Risiken wegbrechender Lieferketten nicht unterschätzen.

Montag, 06.07.2020, 08:42 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 08:47 Uhr
Digitale: Wirtschaftliche Chancen im E-Commerce trotz Krise
Foto: Pixabay

Statt aufgeben erweitern viele Händler ihr Angebot

Der Einzelhandel in der Region Münsterland erlebt aufgrund von Corona eine harte Zeit. Viele Unternehmen sehen sich neuen Herausforderungen gegenüber. Aber anstatt aufzugeben, stellen viele Wirtschaftstreibende ihre Vertriebswege auf verschiedene Säulen auf. Statt weiterhin ausschließlich auf ein stationäres Geschäft zu bauen, erweitern sie ihren Vertrieb ins World Wide Web.

Keine Rückkehr zum ausschließlich stationären Handel

Dass viele nach der Corona-Krise nicht mehr zum ausschließlichen Verkauf in einem Ladenlokal zurückkehren, spricht für die Bandbreite an Möglichkeiten im sogenannten E-Commerce. Der Onlinehandel erhält durch das 50-Milliarden-Euro schwere Rettungspaket der Bundesregierung finanzielle Unterstützung. Dies betrifft im Münsterland vor allem Solo-Selbstständige sowie Kleinunternehmen mit bis zu zehn Mitarbeiter.

Zahlreiche Unternehmen im Einzelhandel könnten die Zuwendungen des Staats auch dazu verwenden, im Bereich Digitalisierung und E-Commerce einen zukunftsfähigen Schritt zu tun. Viele etablierte Online-Shops sind dafür verantwortlich, dass stationär weggebrochene Umsätze zum Teil ausgeglichen wurden. Professionelle E-Commerce-Lösungen sowie optisch erneuerte und für mobile Geräte optimierte Webseiten sind in den vergangenen Monaten immer wichtiger geworden.

Auch B2B-Händler gehen verstärkt online

Nicht nur Händler, die mit Endkunden arbeiten, auch B2B-Händler steigen vermehrt auf Online-Shops um. Dies wird vielfach auch damit begründet, dass vor allem kleine B2B-Händler damit rechnen, dass sich das Kaufverhalten von Einkäufern nach der Krise erst sehr langsam normalisieren wird. Statt das nun gewohnte und vorsichtige Verhalten auf Biegen und Brechen ändern zu wollen, können B2B-Händler mit einem Online-Shop die Gunst der Stunde auch für sich nutzen. Damit entgehen Einzelhändler der Falle, lediglich über Branchenbücher und nicht über einen selbst gesteuerten und befüllten Online-Shop gefunden zu werden.

Den Einstieg und den langfristigen Erfolg können Einzelhändler sich dadurch erleichtern, wenn sie sogenannte Produktmanagementsysteme, kurz PIM-Systeme, in Kombination mit einem Online-Shop-System verwenden. Die Auswahl hierbei ist vielfältig. Speziell im Osnabrücker Land sowie im Münsterland finden sich aber viele Experten, die bei der Auswahl der passenden Systeme mit Rat und Tat hilfreich einem Unternehmen zur Seite stehen können.

Einzelhändler
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Einzelhändler brauchen keine Programmierkenntnisse

Das heißt, sollte man als Einzelhändler von reiner stationärer Produktpräsentation auf den schnellen Online-Zug aufspringen wollen, benötigt man keine Kenntnisse oder Erfahrung im Programmieren . Dienstleister aus der Region helfen. Die bisherigen Erfahrungen der Anbieter und der Einzelhändler sind positiv. Das Digitale hat dank der kontaktlosen Komponente in der aktuellen Krise erheblich an Bedeutung gewonnen. Man kann davon ausgehen, dass die Menschen die Bequemlichkeit, die mit dem E-Commerce in die Haushalte eingezogen ist, auch weiterhin zu schätzen wissen. 

Online-Shops vergrößern Einzugsgebiet

Der Vertrieb der Waren aus einem Online-Shop heraus ist für viele Einzelhändler auch eine Möglichkeit, außerhalb des Münsterlandes oder des Osnabrücker Landes Kunden zu erreichen. So wird Absatz generiert, der ohne einen Online-Shop kaum möglich wäre. Ob man die Waren verschickt oder diese per Abholung übergibt, bleibt den Shop-Betreibern selbst überlassen.

Risiken des Online-Vertriebs

Man muss in diesen Zeiten auch die Risiken des Umstellens auf E-Commerce aufzeigen. Ebenso wie im stationären Handel sind Lieferketten wichtig. Werden diese unterbrochen, wird es schwer. Neben Lieferschwierigkeiten können stationäre Händler allerdings immer verkaufen, da die Kunden in den Laden kommen und die Waren dann selbst mitnehmen. Der Vertriebsweg über Online-Shops ist aber ebenso auf Lieferanten angewiesen. Hier kann ein Serviceloch entstehen.  

Die Lieferketten können speziell in Corona-Zeiten zum Beispiel durch einen Ausbruch in einem Lieferzentrum langfristig unterbrochen werden. Sollte dies vermehrt auftreten, steht der E-Commerce vor einer großen Herausforderung. Den meisten Endverbrauchern sind in der Pandemiezeit bereits die durchschnittlich längeren Lieferzeiten aufgefallen.

Der E-Commerce sieht diese Probleme aber auch immer als Chance. So gibt es viele kleine Händler, die nicht nur auf einen Lieferdienst, sondern auf mehrere setzen. Damit kann die kurzfristige Ausfallzeit eines Anbieters meist lückenlos ausgeglichen werden.

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