Digitales
Onlineshopping – Vorsicht vor Fake Shops

Spätestens seit Corona ist das Onlineshopping bei vielen Menschen so normal, wie das reguläre Einkaufen. Grund hierfür ist neben der eigenen Sicherheit, die die Distanz mit sich bringt, ebenfalls die Einfachheit. Doch nicht alles in dieser Branche ist «Gold, was glänzt».

Mittwoch, 02.09.2020, 01:28 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 15:31 Uhr
Digitales: Onlineshopping – Vorsicht vor Fake Shops
Foto: Colourbox

Immer noch hält die Corona-Pandemie weite Teile Europas und der ganzen Welt in Atem. Neben steigenden Fallzahlen haben die Menschen vielerorts jedoch auch mit immer mehr Leichtsinn und Verantwortungslosigkeit zu kämpfen. Die aktuellen News zu Corona finden sich wie üblich in unserem Corona-Newsticker .
Im Allgemeinen zeigt sich, insbesondere in der derzeitigen Situation, dass es viele Menschen gibt, die lieber online bestellen, als direkt in die Geschäfte vor Ort zu gehen. Das hat mitunter große Auswirkungen auf den Einzelhandel in der Region. Immer mehr kleine und mittelständige Unternehmen geraten in finanzielle Schieflage. Sollte eine zweite Welle kommen, von der heute fast mantraartig berichtet wird, könnte diese das Aus für eine Vielzahl von Selbstständigen bedeuten. Große Online-Marktplätze hingegen erfreuen sich der gestiegenen Beliebtheit.
Wie so häufig, kommen mit der großen Nachfrage aber ebenfalls Händler, deren Geschäftsidee sich «Betrug» nennt. Üblicherweise handelt es sich dabei um Onlineshops, die ihre Ware für Geld anbieten, diese dann bei Zahlungseingang erst gar nicht verschicken oder eine minderwertige Qualität liefern. Viele Verbraucher in Deutschland haben diese Erfahrung gemacht und machen sie auch heute noch. Schließlich ist für diese «Abzocke» nicht viel nötig. Denn den Onlineshop gibt es nur virtuell. Bevor also einfach im Internet bestellt wird, ist es sinnvoll sich über Fake Shops zu informieren. So können betrügerische Onlineshops zuverlässig ausgegrenzt werden, noch bevor es zu Problemen kommt.
Doch auch selbst hat der Kunde die Möglichkeit, auf unseriöse Onlinehändler aufmerksam zu werden. So gibt es verschiedene Kriterien, bei denen man hellhörig werden sollte. Eine gute Möglichkeit der Information bietet generell das Impressum. Unseriöse Händler haben meist gar kein Impressum, es ist unvollständig oder mit «in Arbeit» gekennzeichnet. Wichtig sind in diesem Bezug folgende Angaben:
Unternehmenssitz
Geschäftsführung
Kontaktmöglichkeit (E-Mail oder Telefonnummer)
Ist bei diesen Angaben etwas komisch, kann ein Testanruf durchgeführt werden. Zumindest dann, wenn das Produkt oder die Dienstleistung im Shop entsprechend interessant sind. Darüber hinaus ist die Recherche über den Anbieter im Internet immer sinnvoll. So finden sich etwa Bewertungen oder Nutzerkommentare in Foren. Gibt sich hingegen kaum oder gar keine Informationen zum Onlineshop, sollte man grundsätzlich vorsichtig sein.
Weist der Onlinehändler ein Gütesiegel aus, sollte diesem nicht per se vertraut werden. Sinnvoll ist es, den Aussteller des Siegels online zu besuchen und sich über die Gültigkeit des Zertifikats zu informieren. Ein bekanntes Siegel ist das von « Trusted Shops ». Hier kann als Beispiel schnell überprüft werden, ob ein Onlineshop tatsächlich über das Gütesiegel verfügt, oder nicht.
Vorsicht ist zudem geboten, wenn der Onlineshop insgesamt eine schlechte Grammatik und Rechtschreibung aufweist. Da viele Fälscher oder Betrüger im Ausland sitzen, kann das ein Hinweis sein. In diesem Kontext ist es interessant, einen Blick auf die AGB sowie die Datenschutzerklärung zu werfen. Erscheinen diese viel mehr als eine schlechte Übersetzung, gilt es die Hände vom Onlinehändler zu lassen.

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