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Test: Nur drei Mail-Apps für Android empfehlenswert

Besondere Funktionen, ein anderes Design. Warum nicht mal eine neue Mail-App ausprobieren? Doch wer sich dabei auf die im Play Store weit oben gelisteten Apps verlässt, macht leicht einen Fehler.

Freitag, 19.03.2021, 12:44 Uhr aktualisiert: 19.03.2021, 12:50 Uhr
Privates soll privat, Vertrauliches vertraulich bleiben: Wer eine windige Mail-App nutzt, kann sich dessen nicht mehr sicher sein.
Privates soll privat, Vertrauliches vertraulich bleiben: Wer eine windige Mail-App nutzt, kann sich dessen nicht mehr sicher sein. Foto: Christin Klose

Berlin (dpa/tmn) - E-Mail-Apps sind Vertrauenssache. Und dieses Vertrauen der Anwender und Anwenderinnen nutzen unseriöse Anwendungen aus. Viele Mail-Apps seien in Sachen Sicherheit und Privatsphäre nicht verlässlich, einige schnitten geradezu katastrophal ab. Dieses Fazit zieht das Verbraucherschutzportal «Mobilsicher.de» nach einem Vergleich von 20 E-Mail-Apps für Android-Smartphones und -Tablets.

Sieben Apps, millionenfach aus Googles Play Store heruntergeladen, lasen im Test E-Mail-Inhalte aktiv aus, verschafften sich zudem Zugriff auf die Adressen von Sendern und Empfängern. Zudem ließen sich manche App-Entwickler das E-Mail-Konto-Passwort an ihren Server schicken, was für die Diensterbringung ebenfalls nicht nötig ist.

Die freie Wahl

Die Mail-App, die man auf seinem Smartphone oder Tablet nutzen möchte, kann man sich völlig frei aussuchen und installieren. Sie muss nicht vom E-Mail-Provider stammen, bei dem man seine E-Mail-Adresse angelegt hat, kann es aber. Es muss auch nicht die Mail-App sein, die auf dem Smartphone ab Werk vorinstalliert war.

Neun Apps lasen im Test zwar keine E-Mail-Inhalte aus, banden aber Werbung und Tracking ein und übertrugen dazu Nutzerdaten an den Anbieter der App sowie an Dritte.

Die drei Vorbilder

Allerdings gab es im Vergleich mit « FairEmail », « K-9 Mail » und «pEp Mail » auch drei Apps, die sich «rundum vorbildlich» verhielten. Die Entwickler dieser Anwendungen erhielten im Test weder Informationen über die versendeten Mails noch Adressen oder Passwörter.

«FairEmail» und «K-9 Mail» sind schlicht und funktional gehalten, werden ehrenamtlich entwickelt und durch Spenden finanziert. «pEp Mail» wird den Angaben zufolge von einer Stiftung entwickelt und bietet eine Funktion zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Mails.

© dpa-infocom, dpa:210319-99-888355/2

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