Deutliche Zuwächse
HD Plus: Erstmals mehr als zwei Millionen zahlende Kunden

Die TV-Landschaft ist im Umbruch. Nun wird die terrestrische Ausstrahlung im März auf einen neuen Standard umgestellt. HD Plus, Tochter des Satellitenbetreibers SES profitiert - und gewinnt immer mehr Kunden, die für den Empfang in HD-Qualität zahlen.

Montag, 13.02.2017, 07:02 Uhr

Hochauflösendes Fernsehen gewinnt immer mehr Kunden.
Hochauflösendes Fernsehen gewinnt immer mehr Kunden. Foto: Michael Nelson

Unterföhring (dpa) - Die HD Plus GmbH, Tochter des Satelliten-Betreibers SES, verzeichnet deutliche Zuwächse bei der Anzahl zahlender Kunden.

Wie das Unternehmen mitteilte, nutzen inzwischen 2,11 Millionen Kunden das kostenpflichtige Angebot «HD Plus» für TV-Programm in hochaufgelöster Qualität. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,84 Millionen. Das Unternehmen habe trotz eines schwierigen Umfelds seine Kundenzahl deutlich gesteigert, sagte Wilfried Urner , Vorsitzender der Geschäftsführung, der dpa. Weitere 850 000 Haushalte würden «HD Plus» derzeit testen. «Auf diese Wachstumsraten sind wir ein bisschen stolz.»

Für das laufende Jahr erwartet die SES-Tochter weitere positive Impulse durch die Abschaltung des ursprünglichen DVB-T-Sendeformats. Das bisherige terrestrische Signal wird ab 29. März vom Netz genommen und durch den neuen Standard DVB-T2 ersetzt, über den das TV-Signal künftig in HD-Auflösung ausgestrahlt wird. Für den weiteren Empfang benötigen die rund 3,4 Millionen betroffenen Haushalte in der Regel eine neue Settop-Box oder müssen zu anderen Anbietern wechseln.

«In die Hände spielt» dem Unternehmen derzeit auch der neue technologische Standard Ultra-HD, sagte Urner. Bis Ende dieses Jahres würden schätzungsweise über vier Millionen TV-Geräte mit Ultra-HD-Auflösung in den Haushalten in Deutschland stehen. Dabei erweise sich die Satelliten-Übertragung als zukunftsfähig. Über Astra läuft seit rund zwei Jahren ein Demo-Kanal für Sendungen in gestochen scharfer Ultra-HD-Auflösung.

Damit sei das Satelliten-Signal gegenüber der terrestrischen Ausstrahlung über DVB-T2 auch auf absehbare Zeit besser aufgestellt, sagte Urner. Denn dort werde es kein Ultra-HD geben, das gäben die Bandbreiten gar nicht her. Zudem sei das TV-Angebot über Satellit mit 300 Kanälen, über 50 davon in HD, um ein Vielfaches größer.

Die Bereitschaft der TV-Zuschauer, für Inhalte zu bezahlen, ist dem Unternehmen zufolge weiter gestiegen. Die privaten TV-Sender verlangen mit der Umstellung auf eine hohe Bildqualität in HD inzwischen fast alle für den Empfang eine Gebühr. Über die Plattform HD+ werden die Sendungen verschlüsselt ausgestrahlt. Zuschauer können sich über eine spezielle Settop-Box oder ein entsprechendes Modul die Sendungen gegen Gebühr in HD-Qualität freischalten lassen. In der Standard-Bildqualität bleiben sie über Satellit kostenfrei empfangbar. Über DVB-T2 lassen sich private Sender künftig nicht mehr kostenlos empfangen. FreenetTV übernimmt dabei die Freischaltung und Zahlungsabwicklung.

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