«Definitiv Aufwärtstrend»
Videokonferenzen-Firma Zoom: Mehr Nutzung durch Coronavirus

Videokonferenzen liegen im Trend - befeuert durch den grassierenden Coronavirus. Ob sich die Nachfrage für den Anbieter Zoom auch auf die Geschäftszahlen auswirken wird, bleibt hingegen noch offen.

Donnerstag, 05.03.2020, 11:45 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 11:48 Uhr
Eric Yuan, Vorstandsvorsitzender von Zoom Video Communications, freut sich über die gestiegene Nutzung seines Angebots.
Eric Yuan, Vorstandsvorsitzender von Zoom Video Communications, freut sich über die gestiegene Nutzung seines Angebots. Foto: Mark Lennihan

San Francisco (dpa) - Der Videokonferenz-Dienst Zoom wird durch den Coronavirus-Ausbruch mehr genutzt - die Firma ist sich aber nicht sicher, wie sehr sie davon geschäftlich profitieren kann.

«Wir sehen definitiv einen Aufwärtstrend bei der Nutzung», sagte Finanzchefin Kelly Steckelberg nach Vorlage aktueller Quartalszahlen in einer Telefonkonferenz am späten Mittwoch. Davon liefe aber viel über die Gratis-Version. «Deshalb ist es viel zu früh zu sagen, ob wir dadurch langfristig mehr zahlende Kunden bekommen werden.» Zoom hatte in China als Reaktion auf die Coronavirus-Krise die Beschränkung auf 40 Minuten bei Gratis-Nutzung aufgehoben.

Die Finanzchefin verwies auch darauf, dass Zoom angesichts der höheren Nachfrage zusätzliche Kapazitäten bereithalten müsse. Das drücke zunächst einmal auf die Profitabilität.

Zoom-Chef Eric Yuan zeigte sich zugleich überzeugt, dass Unternehmen auch nach dem Ende der Coronavirus-Ängste stärker als zuvor Videokonferenzen nutzen werden. Durch die aktuelle Situation hätten viele erkannt, wie nützlich sie seien: «Das wird die Landschaft dramatisch verändern.»

Im vergangenen Geschäftsquartal, das bis Ende Januar lief, habe Zoom noch kaum Coronavirus-Effekte verbucht, sagte Finanzchefin Steckelberg. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 78 Prozent auf 188,3 Millionen Dollar und der Gewinn sprang von 1,2 auf 15,3 Millionen Dollar hoch. Zoom hatte 81.600 Kunden mit mehr als zehn Beschäftigten - 61 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

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