Westfälisch genießen
Schneeweißchen und Rosenrot

Ihren Schwarzbunten verdanken die Westfalen unter anderem die Stippmilch. Schon unsere Großeltern kannten diese säuerlich frische Nachspeise. In Zeiten, in denen fast jeder Haushalt seine eigene Kuh hatte...

Mittwoch, 20.05.2009, 17:05 Uhr

Ihren Schwarzbunten verdanken die Westfalen unter anderem die Stippmilch . Schon unsere Großeltern kannten diese säuerlich frische Nachspeise. In Zeiten, in denen fast jeder Haushalt seine eigene Kuh hatte, war die Stippmilch regelmäßig Gast in den heimischen Küchen. In einigen Regionen kam sie als geronnene, eingedickte Milch auf den Tisch, ähnlich unserer heutigen Dickmilch. Weit verbreitet war außerdem diese Zubereitungsart: Hierfür wurde Quark mit Milch und Zucker verrührt. So isst man sie auch heute noch in Teilen Westfalens. In alten Kochbüchern findet man sie häufig auch als Topfen- oder Quarkkompott. Mit der Stippmilch erhielten selbst arme Leute in Westfalen eine leichte, leckere Süßspeise, die schnell gemacht war und nicht viel kostete.

Was unsere Vorfahren damals schätzten, ist heute ein beliebtes Dessert in Westfalen. Von Mutterns Küche bis zur gehobenen Gastronomie: Stippmilch wird besonders in der wärmeren Jahreszeit immer wieder gern auf den Tisch gebracht.

Längst präsentiert sie sich jedoch nicht mehr so schlicht wie früher. Verfeinert mit Pumpernickel, Zimt, Vanilleschoten oder Früchten der Saison läuft sie so manch anderem Dessert souverän den Rang ab. Stippmilch hat sich vom „Gericht einfacher Leute“ zu einer zeitgemäßen Gaumenfreude für Jung und Alt gemausert.

Westfälische Stippmilch mit Erdbeeren

Den Quark, Vanillezucker, 50 g Zucker und Vanillemark in einer Schüssel mit der Milch zu einer glatten Creme verrühren und kalt stellen. Erdbeeren waschen, abtropfen lassen, putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Den restlichen Zucker und den Rotwein in einem Topf einmal aufkochen lassen und die Hälfte der Erdbeeren zugeben.

Die Masse anschließend mit einem Mixstab fein pürieren, durch ein feines Sieb in eine Schüssel streichen und erkalten lassen.

Stippmilch auf vier Suppenteller verteilen und mit den Erdbeeren und dem Erdbeermark servieren.

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