Tag der gesunden Ernährung
Osteoporose mit grünem Gemüse vorbeugen

Münster -

Osteoporose, der Knochenschwund, sorgt für brüchige Knochen. Dabei lässt sich die Krankheit schon früh vorbeugen. Wie die Knochen gestärkt werden - und was ihnen schadet.

Donnerstag, 07.03.2019, 16:58 Uhr
Calcium ist ein wichtiger Faktor in der Vorbeugung zu Osteoporose. Ganz klassisch findet es sich in Milchprodukten. Auch grünes Gemüse enthält Calcium, beispielsweise Brokkoli. Entscheidend sind zudem Eiweiß, Magnesium, Vitamin D und genügend Bewegung.
Calcium ist ein wichtiger Faktor in der Vorbeugung zu Osteoporose. Ganz klassisch findet es sich in Milchprodukten. Auch grünes Gemüse enthält Calcium, beispielsweise Brokkoli. Entscheidend sind zudem Eiweiß, Magnesium, Vitamin D und genügend Bewegung. Foto: dpa

Oft kommt es mit dem Alter – aus dem Nichts: ein Sturz. Und obwohl der gar nicht schlimm war, bricht ein Knochen. "Häufig kann das ein Zeichen von bereits bestehender Osteoporose sein: Knochenschwund", weiß Dr. Ulrich Frohberger , Orthopäde aus Münster. Betroffen sind Männer wie Frauen. „In der Regel Frauen ab der sechsten, Männer ab der siebten Lebensdekade“, so der Experte. Doch Osteoporose kann auch Folge von Untergewicht, der Einnahme von bestimmten Medikamenten oder Rauchen sein – und dann früher eintreten.

"Dabei hilft Vorbeugen bei dieser Krankheit", wie der Arzt erklärt. Der Knochenbau entwickele sich etwa bis zum 30. Lebensjahr und verhalte sich im Anschluss abhängig von der Lebens- und Ernährungsweise. Neben gezieltem Training, so Frohberger, sei die Ernährung entscheidend. „Wichtig ist eine abwechslungsreiche mediterrane Kost“, erläutert Birgit Blumenschein , Diätassistentin, ebenfalls aus Münster, und verweist auf den Tag zur gesunden Ernährung am 7. März, der in diesem Jahr der Osteoporose gewidmet ist.

Mehr als nur Calcium

„Alle denken an Calcium, wenn es um starken Knochenbau geht – doch es ist viel mehr: Vitamin D, Eiweiß und Magnesium“, sagt Birgit Blumenschein. Natürlich seien auch calciumreiche Lebensmittel wichtig für den Knochenbau. Zu finden sind diese etwa in Milchprodukten: Joghurt, Käse, Sauermilcherzeugnisse. „Grünes Gemüse wie Fenchel, Lauch, Brokkoli, Grünkohl und Petersilie enthält viel Calcium, zudem Eisen.“

Doch es gibt auch Lebensmittel, die Osteoporose begünstigen: „Phosphat ist quasi der Gegenspieler zu Calcium“, erklärt die Ernährungsberaterin. Das befinde sich in Wurst (nicht Schinken), Schmelzkäse, Light-Produkten wie Cola, und oft als Konservierungsmittel in Fertigprodukten. Die passende Ernährung zur Stärkung der Knochen ließe sich allerdings gut in den Alltag inte­grieren: „Beim Bäcker gibt es Brötchen, die mit Gemüse und Käse belegt sind. Klasse als To-go-Variante.“

Wenn die Sonne nicht ausreicht

Eine zentrale Rolle beim Knochenbau spielt Vitamin D: „Das ist aber nur schwer über die Ernährung zu steuern, hier tut viel Sonne gut. Wobei Deutschland lichtarm ist, besonders im Winter“, erklärt Blumenschein. Nach Ansicht von Ulrich Froh­berger werde Vitamin-D-Mangel oft unterschätzt, obwohl er eine wesentliche Ursache für Osteoporose ist. Um den Bedarf von Oktober bis März zu decken, empfiehlt der Orthopäde die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten in der Dosierung ausgehend von einer vor­herigen Bestimmung im Blut.

Ein anderer Faktor sei die Bewegung: „Sport ist förderlich zur Stärkung der Muskulatur. Die Gelenke und Knochen profitieren von dosierter Stoßbelastung. Deshalb ist es wichtig, nicht nur Fahrrad zu fahren, sondern auch zu laufen“, so der Orthopäde.

Frohberger beklagt, dass Osteoporose oft unentdeckt bleibe. Statt sich bei Schmerzen oder einem Sturz nur behandeln zu lassen, sollten die Patienten hinterfragen, was die Ursache ihres Sturzes oder sogar einer Fraktur sein könne.

Helfer und Gegenspieler

Was hilft?

- Calciumreiche basische Lebensmittel: Milchprodukte wie Naturjoghurt, Quark und Käse

- saisonales grünes Gemüse Beeren wegen der hohen Anteile an sekundären Pflanzenstoffen Eiweiß (z.B. in Nüssen)

- Magnesium: z. B. in Vollkornprodukten, Nüssen und Samen

- Vitamin D

- Stoßbelastung und Bewegung für Knochen, Gelenke

Was schadet?

- Phosphatreiche Lebensmittel wie Wurst (nicht Schinken), Schmelzkäse, Cola-Getränke, Lightprodukte und Fertiggerichte

- Mangel an Bewegung

- Rauchen

- Zucker

- Medikamente wie „Magenschutzmedikamente“ bei langfristiger Einnahme, Schmerz- und Rheuma-Medikamente, Blutdruckpräparate, Entwässerungsmedikamente, u.a.

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