Ratgeber
Tipps fürs nachhaltige Grillen

Münster -

Kein Sommer ohne Barbecue. In Zeiten von Fridays for Future aber am liebsten mit gutem Gewissen. Wie das geht, haben Kathrin Schwarzer und Katharina Weckerle, beide Studentinnen der Oecotrophologie an der Fachhochschule Münster, in einem Ratgeber zusammengestellt: „Nachhaltige Grillosophie“ nennen sie ihre Broschüre, die sie in Kooperation mit dem Eine-Welt-Netz-NRW veröffentlicht haben.

Montag, 01.07.2019, 18:14 Uhr aktualisiert: 01.07.2019, 19:25 Uhr
Ratgeber: Tipps fürs nachhaltige Grillen
Im Sommer wird allerorten wieder fleißig auf dem Grill gebrutzelt. Foto: Colourbox.de

Katharina Weckerle und Kathrin Schwarzer über ihre „Grillosophie“ (pdf zum Download)

Wie wird aus einem normalen Barbecue im Garten ein nachhaltiges Event?

Es fängt an bei der Auswahl des Grills beziehungsweise der Ressourcen, mit denen er betrieben wird. Nach unserer Einschätzung weist der Elektrogrill die beste Ökobilanz auf, da er mit Ökostrom betrieben werden kann.

Weiter geht es mit dem Einkauf von Lebensmitteln: Je nachhaltiger man sein möchte, desto geringer sollte der Fleischanteil beim Grillgut ausfallen. Beim Einkauf des Grillguts sollte auf die Herkunft, möglichst kurze Transportwege und aussagekräftige Siegel, zum Beispiel Bio-Siegel wie Demeter oder Fairtrade, geachtet werden.

Man kann übrigens die Ökobilanz, der so achtsam gekauften fairen Bioprodukte sehr schnell zunichte machen, indem man sie mit dem falschen Verkehrsmittel nach Hause befördert.

Auch die Abfallvermeidung spielt eine große Rolle. Während des Grillens sollte man auf Alu-Produkte verzichten. Bessere Alternativen sind langlebige Grillschalen oder Grillmatten, die nach dem Grillen einfach abgewaschen werden können.

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Katharina Weckerle und Kathrin Schwarzer (v.l.) Foto: Eine Welt Netz NRW

Welche Ihrer Tipps sind über die Grillsaison hinaus hilfreich beim Kochen und Einkaufen?

Möglichst Mehrweg, statt Einweg. Es ist wichtig, möglichst wenig Abfall zu produzieren und Abfälle richtig zu entsorgen.

Bei Lebensmitteln empfehle ich, auf die Herkunft und die Produktionsweise zu achten, also möglichst kurze Transportwege und eine ökologische, faire und umweltverträgliche Produktion.

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