Physik im Kochtopf
Was Salz im Wasser bewirkt

Ohne Salz schmeckt fast alles fad. Das weiße Gold hält im Kochwasser Aromen und Geschmacksstoffe auf, ins Wasser zu entweichen. Entscheidend ist dabei ein physikalischer Prozess.

Donnerstag, 05.12.2019, 14:42 Uhr aktualisiert: 05.12.2019, 14:46 Uhr
Wann das Salz in den Topf kommt, ist beim Kochen eher unwichtig.
Wann das Salz in den Topf kommt, ist beim Kochen eher unwichtig. Foto: Andrea Warnecke

Bonn (dpa/tmn) - Eine Prise Salz gehört in jedes Kochwasser. Denn beim Kochen gibt es einen entscheidenden physikalischen Prozess - den Teilchenausgleich durch die sogenannte Osmose.

Das Salz im Wasser sorgt dafür, dass die Aromen und Geschmacksstoffe aus dem Kochgut zum großen Teil nicht ins Wasser übergehen, sondern im Produkt verbleiben. Darauf weist das Bundeszentrum für Ernährung hin.

Salz in Verbindung mit Wasser ergibt eine Lösung, die dem Übergang von Inhaltsstoffen aus dem Gemüse oder den Kartoffeln ins Wasser entgegenwirken. Auch das Kochgut enthält Salz, die physikalischen Kräfte sind hier um einen Stoffausgleich bemüht.

Bei welcher Temperatur das Salz ins Wasser gegeben wurde, ist dabei nicht entscheidend. Und entgegen des gängigen Mythos' kocht kaltes Wasser mit Salz übrigens laut Bundeszentrum für Ernährung nicht signifikant schneller auf als ohne.

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