Sicheres Umfeld schaffen
Bewegungsdrang von Demenzpatienten nicht einengen

Bei Demenz kann ein erhöhter Drang nach Bewegung auftreten. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) rät dazu dieses Verlangen der Patienten zu unterstützen und weist auf mögliche Gefahrenquellen hin.

Freitag, 18.01.2019, 10:42 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 10:46 Uhr
Demenzkranke wollen sich häufig viel bewegen und wandern umher. Haltegriffe und gute Beleuchtung verringern dabei die Sturzgefahr in der Wohnung.
Demenzkranke wollen sich häufig viel bewegen und wandern umher. Haltegriffe und gute Beleuchtung verringern dabei die Sturzgefahr in der Wohnung. Foto: Mascha Brichta

Berlin (dpa/tmn) - Manche Demenzpatienten haben einen hohen Bewegungsdrang. Pflegende Angehörige sollten ihn möglichst akzeptieren und unterstützen, gleichzeitig aber auf ein sicheres und beruhigendes Umfeld achten. Darauf weist das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hin.

So sollte man zum Beispiel darauf achten, dass wandernde Demenzpatienten nicht unbemerkt die Wohnung verlassen. Manchmal reicht dafür schon ein Vorhang, der die Tür nach draußen verbirgt, alternativ lassen sich vielleicht Bewegungsmelder anbringen.

Gefahrenquellen sollten Angehörige wandernder Patienten möglichst entfernen: Scharfe Messer, Feuerzeug und Streichhölzer oder Putzmittel gehören also zum Beispiel außer Reichweite. Persönliche Gegenstände wie die Lesebrille sollten dagegen immer am selben Ort liegen: Das vermittelt ein Gefühl von Sicherheit.

Haltegriffe und gute Beleuchtung verringern die Sturzgefahr in der Wohnung, gleiches gilt für rutschfeste Socken oder Hausschuhe. Und je nach Fortschritt der Krankheit lässt sich das Bedürfnis nach Bewegung vielleicht auch nutzen, um Betroffene mit kleinen Aufgaben in den Alltag einzubinden - in der Küche oder beim Wäschewaschen etwa.

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