Spätfolgen möglich
Ältere Angehörige nach einem Sturz genau beobachten

Ein leichter Sturz kann bei älteren und pflegebedürftigen Menschen gravierende Folgen haben. Angehörige müssen daher genau hinsehen und gegebenenfalls entsprechend handeln - vor allem wenn die Betroffenen mit dem Kopf aufgekommen sind.

Montag, 04.03.2019, 11:50 Uhr aktualisiert: 04.03.2019, 11:56 Uhr
Ältere Menschen stürzen schneller als andere und verletzen sich häufig schwerer. Wichtig ist, sie anschließend gut im Blick zu behalten.
Ältere Menschen stürzen schneller als andere und verletzen sich häufig schwerer. Wichtig ist, sie anschließend gut im Blick zu behalten. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Rastatt (dpa/tmn) - Ältere und pflegebedürftige Menschen stürzen schneller als andere - und verletzen sich dabei häufig schwerer. Angehörige sollten deshalb im Notfall genau hinsehen - und gegebenenfalls die 112 anrufen.

Stürze auf den Kopf sind zum Beispiel immer ein Fall für den Notarzt, heißt es in der Zeitschrift «Pflege und Familie» (Ausgabe 1/2019). Gleiches gilt, wenn die Gestürzten bewusstlos oder benommen sind, wenn ihnen kalter Schweiß ausbricht oder wenn sich eventuelle Blutungen nicht stillen lassen.

Ist der Gestürzte augenscheinlich unverletzt, sollten Angehörige ihn nach dem Sturz trotzdem weiter beobachten - am besten mehrere Tage lang. Alarmzeichen für unentdeckte Sturzfolgen sind etwa Schläfrigkeit oder Schwindel, Übelkeit oder starke Kopfschmerzen.

Außerdem können Pflegende oder Angehörige den Gestürzten dabei helfen, den Sturz psychisch zu verarbeiten - indem sie mit ihnen über Ängste sprechen und sie bei den ersten Gehversuchen begleiten. Wichtig ist auch, die Ursache für den Sturz zu klären: Denn falls es keinen eindeutigen Auslöser wie eine Stolperfalle im Haushalt gibt, ist der Grund vielleicht eine unentdeckte Krankheit. Ein Besuch beim Arzt kann dann Aufklärung bringen.

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