Yoga und Eispause
So kommen Eltern durch anstrengende Phasen

Die vergangenen Monate haben bei vielen Eltern die Kraftreserven spürbar geschmälert. Pausen einlegen und Hilfe annehmen sind dann unumgänglich - ebenso wie Staub in der Ecke.

Freitag, 17.07.2020, 04:23 Uhr aktualisiert: 17.07.2020, 05:04 Uhr
Wenn sich Eltern ausgebrannt fühlen, sollten sie auf Beratungsangebote zurückgreifen.
Wenn sich Eltern ausgebrannt fühlen, sollten sie auf Beratungsangebote zurückgreifen. Foto: Frank Leonhardt

Fürth (dpa/tmn) - Sei es durch Corona, Krankheiten oder andere belastenden Ereignisse: Bei vielen Eltern ist der Akku manchmal ziemlich leer. Wie können Mütter und Väter in solchen Phasen gut für ihre Kinder da sein? «Qualität steht da vor Quantität», sagt Dana Mundt , Sozialpädagogin bei der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung .

Wenn Eltern die Kraft für lange Zoo- oder Spielplatzbesuche fehlt, können sie auf kleine, schöne Momente mit ihren Kindern achten. Das kann die Märchenstunde am Abend sein oder eine gemeinsame Mini-Yoga-Einheit. Auch ein Kinobesuch oder eine Pause am Nachmittag mit Eis und Melone zählen dazu.

Freunde können Entlastung bringen

Vielleicht bieten auch Nachbarn oder Freunde Entlastung an, indem sie mit den Kindern mal raus auf den Spielplatz gehen. Solche kleine Auszeiten sollten Eltern unbedingt ohne schlechtes Gewissen einplanen. «Denn Dauerstress macht krank», sagt Mundt. Nur, wenn Eltern gut für sich sorgen, können sie auch gut für ihre Kinder sorgen.

Ist das Energielevel ziemlich weit unten, sollten Eltern so wenig Perfektionismus wie möglich an den Tag legen. Wenn der Staub flockt und sich die Zeitungen stapeln, ist das in diesem Moment eben mal so.

Ausgebrannte sollten sich Hilfe holen

Mundt empfiehlt Eltern aber auch, aufmerksam auf die eigenen Grenzen zu schauen. «Habe ich das Gefühl, leer und ausgebrannt zu sein, oder das die Nerven blank liegen, ist es gut und richtig, sich Hilfe zu holen. Das hat nichts mit Versagen zu tun.» Beratungsangebote gibt es auch online, per Telefon oder bei Beratungsstellen vor Ort.

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