Finanzen
Kleinkredite - Das ist zu beachten bei der kurzfristigen Geldleihe

Es gibt Phasen im Leben, in denen die Inanspruchnahme von Fremdkapital sinnvoll ist. Wenn es darum geht, Neuanschaffungen zu tätigen oder teure Reparaturen an wichtigen Alltagsgegenständen durchzuführen, kann es durchaus zu einem finanziellen Engpass kommen. Nicht jeder hat die nötigen Mittel zur Verfügung, um die anfallenden Kosten zu tragen. Selbiges gilt auch für Existenzgründer und Jungunternehmer. Getreu dem Motto: "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt", der kann seine Geschäftsidee nur dann wirklich zum Erfolg bringen, wenn es das Budget zulässt.

Freitag, 26.05.2017, 04:05 Uhr

Finanzen : Kleinkredite - Das ist zu beachten bei der kurzfristigen Geldleihe
Foto: colourbox.de

Fremdkapital beschaffen - aber wie?

Mitunter mag der eine oder andere auf die Idee kommen, in solch brenzligen Situationen kurzerhand den Dispokredit zu überziehen. Auf diese Weise stünden der eine oder andere zusätzliche Euro zur Verfügung. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings der vergleichsweise hohe Kostenaufwand. Denn die Überziehung des Dispositionskredites ist meist ausgesprochen teuer. Darüber hinaus muss der Differenzbetrag möglichst rasch wieder auf das Konto eingezahlt werden. Gelingt dies nicht, kommen noch höhere Gebühren auf den Kontoinhaber zu. Eine kostengünstigere Alternative ist in dem Zusammenhang der klassische Ratenkredit. Aber auch diesbezüglich muss man gegebenenfalls mit so mancher Hürde rechnen. Im Falle einer negativen Bonität wird der eingereichte Kreditantrag gar nicht erst bewilligt. Hilfreich wäre unter diesen Umständen die Unterstützung durch einen Bürgen oder das Hinzuziehen eines weiteren Vertragspartners. Andererseits gestaltet sich eine solche Vorgehensweise oft mühsam und schwierig.

Die moderne Kreditvariante - der Überbrückungskredit

Überbrückungskredite sind auch als Minikredit, Mikrokredit oder Kurzzeitkredit bekannt. Erst seit etwa 2010 erobert diese flexible Kreditvariante die Finanzmärkte. Aufgrund der Vorteile, die sie dem Verbraucher zu bieten haben, erfreuen sie sich einer stetig wachsenden Beliebtheit.

Grundsätzlich sind Überbrückungskredite als eine Art Zwischenfinanzierungsmöglichkeit zu verstehen. Um im Fall einer unerwarteten Rechnung, zur Finanzierung wichtiger Neuanschaffungen oder um relevante Investitionen zu tätigen, ist ein Überbrückungskredit oft eine willkommene Finanzierungslösung. Denn auf diese Weise profitiert der Verbraucher davon, dass er schnell agieren und relevante Finanzverpflichtungen umgehend erfüllen kann. Und zwar, ohne zu tief in die Tasche greifen oder mit zusätzlichen hohen Kosten rechnen zu müssen.

Das Besondere am Mini-, Mikro- oder Kurzzeitkredit ist, dass sich damit die Zeitspanne zwischen dem Erfüllen einer Zahlungsverpflichtung und dem Erhalt finanzieller Mittel überbrücken lassen kann. Während ein klassischer Ratenkredit für so manchen Verbraucher - aus unterschiedlichen Gründen - nicht die geeignete Lösung ist, bietet der Überbrückungskredit etliche Vorteile.

Was zeichnet den Überbrückungskredit aus?

Je nach Modell beträgt die Mindestsumme eines Überbrückungskredits 50 oder 100 Euro. Der maximale Auszahlungsbetrag - zumindest bei der Erstinanspruchnahme - beläuft sich bei den meisten Banken und Kreditinstituten auf 600 Euro. Wer bereits einen Minikredit beantragt hat und der Ratenzahlungsverpflichtung stets pünktlich nachgekommen ist, der kann bei einer etwaigen erneuten Kreditbeantragung durchaus auch eine höhere Kreditsumme erhalten. Der Höchstbetrag, der im Rahmen eines Überbrückungskredits ausgezahlt werden kann, liegt derzeit bei 3.000 Euro. Mit Blick auf die Laufzeit kann der Antragsteller ebenfalls von einer hohen Flexibilität profitieren. Je nach Kreditvariante können Laufzeiten von 7, 14, 30 oder 60 Tagen vereinbart werden. Darüber hinaus sind an den Finanzmärkten Überbrückungskredite zu haben, bei denen die vertragliche Laufzeit auf einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten geregelt werden kann.

Der Ratenkredit vs. Überbrückungskredit

Wann immer ein Ratenkredit erfolgreich bewilligt wird, erfolgt unmittelbar danach ein Vermerk im Schufa-Register des Kreditnehmers. Das heißt also, dass sich in der Konsequenz der Schufa-Wert verschlechtert. Anders hingegen verhält es sich beim Mini-, Mikro- oder Kurzzeitkredit. Eine erfolgreiche Bewilligung und Auszahlung des gewünschten Kreditbetrages wird nicht im jeweiligen Schufa-Register eingetragen. Dies ist nur dann der Fall, wenn der Kreditnehmer den erhaltenen Kreditbetrag nicht zum Ende der vereinbarten Laufzeit zurückbezahlt.

Die Zinsaufwendungen und Verwaltungsgebühren vom Überbrückungskredit unterscheiden sich nicht wesentlich von den Aufwendungen, die für den Ratenkredit anfallen. Trotzdem ist der Verbraucher mit dem Überbrückungskredit gut beraten, weil er in Anlehnung an die kurzen Laufzeiten stets die volle Kostenkontrolle behält. Üblicherweise kann die Rückzahlung der Raten in einem Betrag erfolgen. Allerdings hängt dies von der Höhe des beantragten Kreditbetrages sowie nicht zuletzt von der Finanzsituation des Kreditnehmers ab.

Ein Vergleich lohnt sich

Nach Ansicht vieler Kreditinteressenten liegt es nahe, einen Überbrückungskredit direkt bei der Hausbank des Vertrauens zu beantragen. Weil diese jedoch nur ein bestimmtes Kontingent an Krediten vergeben, ist es meist nicht möglich, hier den gewünschten Minikredit zu erhalten. Deshalb macht es Sinn, beispielsweise Internetseiten aufzusuchen, welche Minikredite mit Sofortauszahlung im Vergleich darstellen. Des Weiteren ist zu beachten, dass die Konditionen der Hausbank meist weitaus höher - und damit unattraktiver - sind, als bei einer Online- oder Direktbank. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass Filialbanken an sich generell höhere finanzielle Belastungen zu tragen haben. Zum Beispiel in Form von Mietaufwendungen, Lagerhaltung, Personalkosten etc. Bei einer Direktbank ist das aufgrund der erheblich engeren Strukturen gänzlich anders. Diese Kosteneinsparungen können somit - auch mit Blick auf Überbrückungskredite - direkt an den Verbraucher weitergegeben werden. Selbstverständlich lohnt sich diesbezüglich auch ein Blick hinter die Kulissen. Denn Fakt ist, dass jede Bank unterschiedliche Konditionen anbietet. Wer sich hier auf das erstbeste Angebot einlässt, der zahlt letztlich mehr, als anderswo. Deshalb ist es stets empfehlenswert, den Fokus bei der Auswahl des richtigen Überbrückungskredites auf die Höhe der Zinsen, die Verwaltungskosten sowie die Laufzeit zu richten.

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