Schutz für Verbraucher
Sparverträge werden oft falsch verzinst

Zum Nachteil der Kunden berechnen manche Geldinstitute die Sparzinsen falsch. Die Rechtsprechung ist allerdings klar und mehrere Urteile entschieden ein rechtswidriges Zinsanpassungsverhalten.

Dienstag, 06.08.2019, 13:56 Uhr aktualisiert: 06.08.2019, 14:02 Uhr
Geldinstitute haben nach Angaben von Verbraucherschützern jahrelang Zinsen bei Sparverträgen falsch angepasst.
Geldinstitute haben nach Angaben von Verbraucherschützern jahrelang Zinsen bei Sparverträgen falsch angepasst. Foto: Fredrik von Erichsen

Stuttgart (dpa/tmn) - Geldinstitute haben nach Angaben von Verbraucherschützern jahrelang Zinsen bei Sparverträgen falsch angepasst. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg teilte mit, sie habe bei 31 Instituten Fälle gefunden, in denen zu wenig Zinsen gutgeschrieben wurden.

In insgesamt 43 Fällen hätten die Institute insgesamt 89.970 Euro zu viel einbehalten - im Schnitt mit 2092 Euro die Hälfte der Zinsen, die den Kunden zustanden.

Trotz mehrerer Urteile des Bundesgerichtshofes hätten verschiedene Banken und Sparkassen rechtswidrige Zinsanpassungsklauseln verwendet, kritisieren die Verbraucherschützer.

Die Verträge sollen dem langfristigen Vermögensaufbau dienen. Sparer zahlen dabei monatlich einen bestimmten Betrag ein und erhalten eine laufende monatliche Verzinsung sowie zusätzlich bei zunehmender Laufzeit eine Prämie oder einen Bonus.

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